Volkswagen könnte die Einführung einer erschwinglichen Version des elektrischen Hatchbacks ID.Polo verschieben. Laut Handelsblatt werden den Käufern zum Verkaufsstart wahrscheinlich Versionen angeboten, die teurer sind als die versprochenen 25.000 Euro.

Volkswagen plant, im April 2026 Bestellungen für den ID.Polo entgegenzunehmen. Der Marktstart des Modells wird im selben Jahr erwartet. Doch laut Händlerquellen wird zunächst nur die Version mit einem Elektromotor von 211 PS (155 kW) und einer Nickel-Mangan-Kobalt-Batterie mit einer Kapazität von 52 kWh verfügbar sein. Diese Konfiguration wird voraussichtlich etwa 30.000 € oder mehr kosten - abhängig von der Ausstattung und den Steuern in der jeweiligen Region.

Günstigere Versionen des ID.Polo mit Elektromotoren von 116 PS (85 kW) und 135 PS (99 kW) sollen mit einer einfacheren und billigeren Batterie mit einer Kapazität von 37 kWh ausgestattet werden. Diese bietet eine geringere Reichweite, ermöglicht es jedoch, den Preis bei 25.000 € zu halten. Laut Handelsblatt werden diese Batterien zum Zeitpunkt des Modellstarts nicht bereit sein.

Volkswagen verbindet die Verzögerung der Einführung der Basisversionen des neuen Modells mit der begrenzten Verfügbarkeit preiswerter Batteriezellen. Das Unternehmen betont, dass es sich nicht um eine Änderung der Preisstrategie handelt, sondern um Lieferprobleme. Offiziell spricht der Hersteller von einer Verzögerung von nur wenigen Wochen.

Händler schätzen die Situation weniger optimistisch. Einige von ihnen halten es für möglich, dass das Warten auf die Basisversion sich um sechs Monate oder sogar länger verzögern könnte. Laut einer Quelle könnte es bis zu sechs oder neun Monate dauern, bis die Konfiguration mit der kleineren Batterie bestellbar ist.

Die Verzögerung ist signifikant, da Volkswagen den ID.Polo aktiv als Elektroauto für 25.000 € beworben hat, das auf den Massenmarkt abzielt. Eine Ausnahme bildet die zukünftige GTI-Version, die als erster elektrischer Volkswagen mit dieser Bezeichnung nicht als budgetfreundlich angekündigt wurde.

Quelle: Handelsblatt