Volvo wird den Verkauf des elektrischen Crossovers EX30 in den USA einstellen. Das Unternehmen bestätigte, dass der EX30 nach dem Modelljahr 2026 den amerikanischen Markt verlassen wird. Die Entscheidung betrifft sowohl die Standardversion als auch die Cross Country-Variante.

Ein Vertreter des schwedischen Automobilherstellers berichtete dies der Publikation InsideEVs. Zuvor wurde die Entscheidung den Händlern mitgeteilt, was zuerst von The Drive berichtet wurde. Der Verzicht auf den EX30 wurde Teil eines breiteren Trends auf dem amerikanischen Markt: In den letzten Monaten haben mehrere Unternehmen Pläne zur Veröffentlichung von Elektrofahrzeugen abgesagt oder überarbeitet. Insbesondere hat Ford auf den Pickup F-150 Lightning verzichtet, Hyundai hat die Präsenz der Limousine Ioniq 6 erheblich reduziert und Honda hat letzte Woche drei zukünftige Modelle noch vor Produktionsbeginn aus den Plänen ausgeschlossen.

Volvo EX30

Von Beginn an wurde der Markteintritt des Volvo EX30 in die USA von Schwierigkeiten begleitet. Zunächst plante das Unternehmen, den Crossover zu einem Einstiegspreis von rund 35.000 Dollar anzubieten. Allerdings führten Importzölle zu Verzögerungen und steigenden Kosten. Als das Fahrzeug schließlich zum Verkauf angeboten wurde, erreichte sein Preis fast 50.000 Dollar. Später stellte Volvo eine Version für 40.000 Dollar vor, aber dies reichte nicht aus, um die Nachfrage zu unterstützen.

Trotz der Einstellung des Verkaufs des EX30 gibt Volvo in den USA nicht auf Elektrofahrzeuge auf. Das Unternehmen überdenkt lediglich die Modellreihe. Nach dem Modelljahr 2026 werden der Standard-EX30 und die Offroad-Version EX30 Cross Country aus dem Markt genommen, jedoch wird in den kommenden Jahren mit der Markteinführung des aktualisierten Flaggschiff-Crossovers EX90 und eines neuen Modells EX60 gerechnet. Laut dem Unternehmen soll das letzte Modell eine Reichweite von etwa 400 Meilen (644 km) haben.

Quelle: InsideEVs