BMW ersetzt das klassische Instrumentenkombi durch eine pillar-to-pillar Projektion an der Windschutzscheibe.

BMW ersetzt in kommenden Fahrzeuggenerationen das klassische Cockpit durch die sogenannte „Panoramic Vision“. Dabei handelt es sich um eine Projektion am unteren Rand der Windschutzscheibe, die über die gesamte Fahrzeugbreite von A-Säule zu A-Säule reicht. Das System wurde kürzlich im Rahmen der Präsentation der neuen i3 Limousine in München im Detail erläutert.

Technische Umsetzung und Bedienung

Die Panoramic Vision ist kein herkömmlicher Bildschirm, sondern nutzt eine Projektion auf eine schwarz bedruckte Fläche am unteren Ende der Windschutzscheibe. Das System ist in verschiedene Zonen unterteilt: Der linke Bereich zeigt permanent fahrrelevante Daten an und übernimmt damit die Funktion des traditionellen Instrumentenkombis. Der mittlere und rechte Bereich der Anzeige ist mit insgesamt sechs Widgets individuell konfigurierbar. Diese Darstellung ergänzt den zentralen 17,9-Zoll-Touchscreen des Infotainmentsystems.

BMW i3 (2026)

Hintergrund der Entwicklung

Laut BMW-Designchef Adrian van Hooydonk zielt die Neuerung darauf ab, digitale Inhalte nahtlos in das Fahrzeug zu integrieren, ohne die Konzentration auf das Fahrgeschehen zu beeinträchtigen. Da sich die Informationen direkt im Sichtfeld des Fahrers befinden, muss der Blick nicht mehr weit von der Straße abgewendet werden. Van Hooydonk betont, dass dieses Konzept den digitalen Anforderungen der Kunden entspreche, während das markentypische Fahrgefühl erhalten bleibe. Die Technologie wird in Kombination mit dem neuen Betriebssystem iDrive X eingesetzt.

Modellübergreifender Rollout bis 2027

Die Panoramic Vision kommt nach der zweiten Generation des iX3 auch in der neuen i3 Limousine zum Einsatz. BMW plant, das System in den kommenden Jahren in nahezu allen Baureihen einzuführen. Bis Ende 2027 sollen insgesamt rund 40 Modelle mit der neuen Cockpit-Struktur auf den Markt kommen. Ergänzend zur Panoramic Vision bietet der Hersteller optional ein neu entwickeltes 3D-Head-up-Display an. Für größere Fahrzeuge wie die 7er-Reihe wird zudem die Einführung eines zusätzlichen Bildschirms für den Beifahrer erwartet, der bereits mit dem für nächsten Monat angekündigten Facelift debütieren könnte.