GAC erweitert die Aion RT-Reihe um eine Version mit Batteriewechsel-Funktion, die den Austausch des Akkus in unter zwei Minuten ermöglicht.

Der chinesische Automobilhersteller GAC erweitert das Portfolio seiner Marke Aion um eine neue Variante der Limousine RT. Das Modell, das am 8. April offiziell auf den Markt kommt, verfügt über eine Batteriewechsel-Funktion. Laut Herstellerangaben lässt sich der Energiespeicher innerhalb von 99 Sekunden vollständig austauschen.

Technische Spezifikationen und Antrieb

Der GAC Aion RT ist als kompakte Limousine positioniert und weist eine Länge von 4.865 mm, eine Breite von 1.875 mm sowie eine Höhe von 1.520 mm auf. Der Radstand beträgt 2.775 mm. Das Fahrzeug basiert auf einer Antriebseinheit mit Permanentmagnet-Synchronmotor, die je nach Konfiguration eine Leistung von 150 kW (204 PS) oder 165 kW (224 PS) erbringt.

GAC Aion RT. Foto: GAC

Als Energiespeicher kommen Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) des Herstellers CATL zum Einsatz. Die Kapazitäten liegen bei 55,1 kWh und 68,1 kWh. Damit erzielt das Fahrzeug Reichweiten von 520 km beziehungsweise 650 km nach dem chinesischen Prüfzyklus CLTC. Neben der Wechseloption unterstützt das Modell auch herkömmliche Ladevorgänge.

Innenraum und Assistenzsysteme

Im Interieur ist der Aion RT mit einem digitalen 8,88-Zoll-Instrumentencluster und einem zentralen 14,6-Zoll-Touchscreen ausgestattet. Als Betriebssystem dient ADiGO 5.0. Für die automatisierte Fahrunterstützung nutzt die LiDAR-Variante einen Sensor mit 126 Zeilen sowie den Nvidia Orin-X-Chip, der eine Rechenleistung von 254 TOPS bereitstellt.

Foto: GAC

Markteinordnung und Verfügbarkeit

Die Preise für die bisherigen Varianten des Aion RT bewegen sich zwischen 99.800 und 123.800 Yuan, was umgerechnet etwa 13.000 bis 16.100 Euro entspricht. Die Batteriewechsel-Technologie basiert auf dem Choco-SEB-System von CATL. Während das Modell primär für den chinesischen Markt konzipiert ist, zeigt es die technologische Entwicklung bei automatisierten Wechselsystemen, die auch für zukünftige globale Infrastrukturprojekte relevant sein könnten.