Stellantis plant laut Berichten eine Neuausrichtung seiner 14 Marken ohne Verkäufe oder Schließungen, mit Fokus auf vier globale Kernmarken.

Der Automobilkonzern Stellantis plant laut Medienberichten eine Neuausrichtung seines Markenportfolios. CEO Antonio Filosa lehnt Markenschließungen ab und setzt stattdessen auf eine Konzentration der Investitionen auf vier globale Kernmarken. Damit reagiert die Konzernführung auf Spekulationen über mögliche Verkäufe oder die Einstellung unrentabler Marken.

Regionale Strategie für Opel und Alfa Romeo

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters wird Stellantis seine Investitionen künftig verstärkt auf die Marken Fiat, Jeep, Peugeot und Ram bündeln. Diese vier Marken sollen weiterhin eine globale Rolle spielen und das Rückgrat des Konzerns bilden. Für die verbleibenden Marken, darunter Opel, Alfa Romeo, Citroën, Lancia und DS, sieht die Strategie eine regionale Fokussierung vor.

Anstatt eine weltweite Präsenz zu forcieren, sollen diese Marken gezielt in Märkten gestärkt werden, in denen sie bereits eine hohe Relevanz oder besonderes Wachstumspotenzial besitzen. Ein wesentlicher Bestandteil dieser Planung ist die verstärkte Nutzung gemeinsamer Technologien. Marken wie Alfa Romeo, Citroën und Opel sollen künftig verstärkt auf technische Plattformen und Antriebe der vier Hauptmarken zurückgreifen.

Technologische Synergien und Leapmotor

Die Strategie sieht vor, dass künftige Alfa-Romeo-Modelle auf Jeep-Technik basieren könnten, während Citroën und Opel weiterhin Synergien mit Fiat und Peugeot nutzen. Zudem gibt es Hinweise auf eine engere Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner Leapmotor. Berichten zufolge könnte Opel für ein künftiges SUV-Modell Technologien des Typs B10 von Leapmotor nutzen, was sowohl rein elektrische Antriebe als auch Systeme mit Reichweitenverlängerer (Range Extender) ermöglichen würde.

Diese Neuausrichtung soll die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber chinesischen Herstellern erhöhen und die Profitabilität nach der bisherigen, stark auf Elektromobilität ausgerichteten Phase steigern. Offizielle Details zu diesem Strategiewechsel werden für die Präsentation des neuen Industrieplans am 21. Mai erwartet.