Seit dem 21. Mai 2026 gibt es Full Self-Driving in Deutschland nur noch per Monatsabo für €99 – eine behördliche Freigabe des KBA steht weiterhin aus.

Tesla hat den Einmalkauf für das Fahrassistenzpaket Full Self-Driving (FSD) in ganz Europa zum 21. Mai 2026 beendet. Wer die Funktion künftig nutzen möchte, zahlt €99 pro Monat – oder verzichtet ganz. In Deutschland, Österreich und weiten Teilen Europas bleibt die praktische Nutzbarkeit jedoch vorerst eine offene Frage, denn eine behördliche Genehmigung fehlt noch.

Einmalkauf und Enhanced Autopilot gestrichen

Bislang konnten Käufer FSD für einmalig €7.500 dauerhaft freischalten. Dieses Modell existiert nicht mehr. Gleichzeitig hat Tesla das mittlere Paket Enhanced Autopilot – bisher für €3.800 erhältlich und mit Funktionen wie automatischem Spurwechsel und Autobahnüberholassistent – ebenfalls aus dem Sortiment genommen, — per Not a Tesla App.

Das kostenlose Basispaket mit Spurhalteassistent sowie adaptiver Geschwindigkeits- und Bremsregelung bleibt weiterhin in jedem Fahrzeug enthalten.

Was das Abo tatsächlich bietet – und wo nicht

Die monatliche Gebühr schaltet erweiterte Fahrfunktionen frei, die dem Fahrzeug ermöglichen sollen, Strecken unter Fahreraufsicht selbstständig zu absolvieren. FSD (Supervised) ist dabei ein Level-2-Fahrerassistenzsystem: Der Fahrer muss jederzeit aufmerksam bleiben und eingreifen können.

In Europa ist die vollständige Nutzung von FSD bislang nur in den Niederlanden (Genehmigung April 2026) und in Litauen (Genehmigung Mai 2026) regulatorisch erlaubt, — per electrive. Für Deutschland liegt keine Freigabe des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) vor. Das EU-weite Technische Komitee für Kraftfahrzeuge (TCMV), das eine einheitliche Genehmigung abstimmen soll, hat noch keinen Termin benannt.

Finanzielle Konsequenz und eingeschränkte Flexibilität

Das Abo-Modell verändert die Kostenrechnung grundlegend. Wer FSD dauerhaft abonniert, überschreitet nach rund sechs Jahren die frühere Einmalzahlung von €7.500. Der Vorteil: Das Abo lässt sich monatlich kündigen – sinnvoll etwa für längere Reisen in zugelassenen Ländern, weniger relevant im städtischen Alltag ohne Genehmigung.

Teslas Finanzvorstand hatte zuletzt eingeräumt, dass bisher nur zwölf Prozent der Kunden weltweit für FSD bezahlt haben. Die niedrigere Einstiegshürde durch das Abo soll die Verbreitung steigern.

Für Käufer in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet der aktuelle Stand: Das Abo ist buchbar, die regulatorische Freigabe ist offen, und ein konkreter KBA-Zeitplan liegt nicht vor.