Der letzte B3 GT Touring in ALPINA Green verließ München im November 2025 – BMW übernimmt die Marke vollständig und richtet sie künftig auf die Luxusklasse aus.

Der letzte ALPINA B3 GT Touring in der charakteristischen Farbe ALPINA Green rollte im November 2025 vom Montageband in München – damit endet eine über 60-jährige Ära der unabhängigen ALPINA-Fertigung in Buchloe. Seit dem 1. Januar 2026 ist ALPINA vollständig in die BMW Group integriert und tritt als eigenständige Submarke auf. Das B3-Segment, jahrelang ein Bestseller in Deutschland und Japan, gehört vorerst der Vergangenheit an.

Übergang in die Luxusklasse

Das Ende der eigenständigen Fertigung bedeutet keine Pause für ALPINA, sondern einen klaren Strategiewechsel. BMW hat bestätigt, dass das erste neue ALPINA-Modell auf Basis der gefacelifeteten 7er-Baureihe (G70) entstehen wird – voraussichtlich Ende 2027. Der geplante V8-Antrieb soll rund 617 PS leisten und wird zunächst ohne Hybridisierung angeboten. Eine elektrische Variante auf Basis des i7 M70 ist laut mehreren Quellen in Diskussion, aber noch nicht offiziell bestätigt.

Der letzte ALPINA B3 GT Touring in ALPINA Green – Abschluss einer eigenständigen Fertigungsepoche in Buchloe.

Die neuen ALPINA-Fahrzeuge werden nicht mehr in Buchloe, sondern in BMW-eigenen Werken – voraussichtlich Dingolfing – produziert, erhalten aber weiterhin spezifische ALPINA-Aufwertungen in Ausstattung, Fahrwerk und Optik. Erkennungsmerkmale wie die 20-Speichen-Räder und elliptischen Auspuffblenden bleiben erhalten.

Positionierung zwischen BMW und Rolls-Royce

BMW-Designchef Adrian van Hooydonk machte deutlich, dass ALPINA künftig bewusst langsam und von oben nach unten wächst: Erst große Modelle wie der neue ALPINA 7er und der X7 der nächsten Generation (G67/G69, erwartet 2028), bevor kleinere Baureihen wie ein möglicher Nachfolger des B3 oder B5 überhaupt geprüft werden – laut Top Gear sind diese zum Start ausdrücklich nicht geplant.

Die Marke positioniert sich damit als Nischenanbieter zwischen dem BMW-Flaggschiff 7er und einem Rolls-Royce Ghost. Niedrige Stückzahlen und hohe Nachfrage sollen das Markenprestige sichern – eine Strategie, die eher an Maybach als an den bisherigen Sporttourismus-Charakter der Marke erinnert.

Was deutsche Kunden verlieren und was kommt

Für Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz bedeutet das konkret: Das vertraute B3-Segment – ein kompakter, alltagstauglicher Sportwagen mit ALPINA-Charme – ist vorerst Geschichte. Der Vertrieb der neuen Modelle soll über ausgewählte BMW-Vertragshändler mit speziellen ALPINA-Bereichen laufen. Steuerliche Besonderheiten oder Dienstwagen-Vergünstigungen für die neue Markenstruktur hat BMW bislang nicht kommuniziert.

Der erste neue ALPINA kommt frühestens Ende 2027 auf den Markt – deutsche Kunden dürften ihn ab 2028 bei Händlern sehen, so BMW Blog.