Hyundai bringt die Werkstatt zum Kunden. Der Hersteller plant, bis Ende 2025 bis zu 150 mobile Servicefahrzeuge auf US-amerikanischen Straßen zu betreiben – als Reaktion auf veränderte Erwartungen von Fahrzeughaltern, die Werkstattbesuche zunehmend als Aufwand empfinden. Das Programm richtet sich an den US-Markt; für Deutschland, Österreich oder die Schweiz gibt es bislang keine vergleichbare Ankündigung.
Bis zu 150 Servicefahrzeuge im Einsatz
Nach einem Pilotprojekt bei ausgewählten Händlern weitet Hyundai die Initiative nun landesweit aus. Jeder Servicevan ist mit zertifizierten Technikern besetzt, trägt Originalteile von Hyundai und ist mit der händlereigenen Verwaltungssoftware vernetzt – laut InsideEVs ein bewusster Schritt, um das Serviceerlebnis auf Händlerniveau außerhalb der Werkstatt zu bringen.
Leistungsumfang: Routine ja, große Reparaturen nein
Die mobilen Teams übernehmen ein breites Spektrum an Routinearbeiten direkt am Wohn- oder Arbeitsort des Kunden:
- Software-Updates - Reifenrotation - Bremsbelag- und Bremsscheibenwechsel - Ölwechsel bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor - Serviceaktionen und Kleinstinstandsetzungen - Fahrzeugwäsche und Detailing
Komplexe Reparaturen, die Hebebühnen oder Spezialgeräte erfordern, bleiben weiterhin dem stationären Händlerbetrieb vorbehalten. Termine buchen Kunden über die Webseiten der am Programm beteiligten Händler.
Wettbewerb mit Tesla und Rivian
Tesla und Rivian bieten mobile Serviceteams bereits seit Jahren an. Hyundai zieht nun nach – und signalisiert damit, dass dieser Ansatz auch für Hersteller mit klassischem Händlernetz funktionieren kann. Der Vizepräsident für Aftersales bei Hyundai Motor America betonte, das Format spare Kunden Zeit und reduziere den Aufwand vor allem bei planmäßigen Wartungsintervallen.
Für den DACH-Markt noch kein Pendant
In Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt Hyundai dem traditionellen Werkstattnetz treu. Autorisierte Vertragshändler decken den Service weiterhin stationär ab. Ob und wann ein ähnliches Modell nach Europa kommt, hat der Hersteller nicht kommuniziert.