Der Peaq kommt ab August 2026 als größtes Elektromodell von Škoda – mit MEB+-Plattform, drei Batteriegrößen und bis zu 6.000 Euro staatlicher Förderung.

Škoda bringt mit dem Peaq seinen ersten vollständig elektrischen Siebensitzer auf den Markt. Der SUV positioniert sich oberhalb des Kodiaq, basiert auf der MEB+-Plattform des Volkswagen-Konzerns und soll ab August 2026 konfigurierbar sein – passend zum Anlauf der neuen deutschen E-Auto-Kaufprämie, die rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 gilt.

Antrieb, Reichweite und Laden

Škoda plant drei Varianten: Der Peaq 60 trägt einen 63-kWh-Akku und kommt nach europäischem Normverbrauchszyklus (WLTP) auf mehr als 460 km. Der Peaq 90 sowie die Allradversion Peaq 90x setzen auf einen 91-kWh-Akku und überschreiten laut Škoda die 600-km-Marke (WLTP). Die Leistung liegt je nach Variante zwischen 150 und 220 kW (204 bis 299 PS); der Peaq 90x verfügt über zwei Elektromotoren.

Das Bordnetz arbeitet mit 400 Volt. Die DC-Schnellladung von 10 auf 80 Prozent dauert 27 bis 28 Minuten; die genaue DC-Spitzenleistung – Quellen nennen 145 bis 200 kW je nach Akku – hat Škoda noch nicht offiziell bestätigt. Serienmäßig an Bord: 11 kW Wechselstromladen (AC, Type 2). Ebenfalls eingeplant sind Wärmepumpe sowie Vehicle-to-Load- und Vehicle-to-Home-Funktionen (V2L/V2H), mit denen externe Verbraucher oder das Hausnetz gespeist werden können.

Innenraum und Design

Der Radstand überschreitet 3 Meter, was drei vollwertige Sitzreihen ermöglicht. In der Fünfsitzer-Konfiguration soll das Kofferraumvolumen über 1.000 Liter betragen. Škoda verspricht neue Simply-Clever-Lösungen sowie ein digitales Cockpit. Das Exterieur übernimmt die Designsprache „Modern Solid" aus dem Konzept Vision 7S von 2022: geschlossene Frontpartie, T-förmige LED-Optik und versenkte Türgriffe. Größere Überraschungen sind gegenüber dem Konzept nicht zu erwarten.

Preise, Förderung und Verfügbarkeit

Die geschätzten Einstiegspreise liegen bei rund 52.000 Euro (Peaq 60) bis 57.000–58.000 Euro (Peaq 90x), jeweils inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer. Offizielle Listenpreise folgen mit der Weltpremiere im Sommer 2026.

Relevant für den Kauf: Der Bundestag hat am 11. Mai 2026 eine neue E-Auto-Kaufprämie beschlossen. Basis sind 3.000 Euro, die sich je nach Haushaltseinkommen und Kinderzahl auf bis zu 6.000 Euro erhöhen können. BAFA-Anträge sind ab dem 19. Mai 2026 möglich, die Förderung gilt rückwirkend für Käufe ab dem 1. Januar 2026. Für den Peaq 60 ergibt das einen Effektivpreis ab rund 46.000 Euro – Details zu den Einkommensgrenzen liefert Skoda Peaq Förderung 2026.

Zusätzlich gilt die 0,25-Prozent-Dienstwagenregel für rein elektrische Fahrzeuge mit einem Listenpreis bis 70.000 Euro – der Peaq 60 dürfte diese Grenze einhalten. Die zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung für Elektroautos gilt unverändert. In Österreich besteht weiterhin ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro; in der Schweiz gibt es keinen Bundesbonus.

Händler sollen den Peaq ab Herbst 2026 (Q4) ausliefern. Preisschätzungen und Konfigurationsdetails fasst Skoda Peaq Preis 2026 zusammen.