Der Škoda Epiq startet im Herbst 2026 in Deutschland ab 25.900 Euro – mit bis zu 430 km WLTP-Reichweite, MEB+-Plattform und 0,25-%-Dienstwagenregel, aber ohne Umweltbonus.

Škoda bringt mit dem Epiq ein vollelektrisches Kompakt-SUV auf den deutschen Markt, das preislich mit dem bisherigen Verbrenner-Kamiq konkurriert. Ab 25.900 Euro (Essence 35) sind Bestellungen seit dem 20. Mai 2026 bei autorisierten Händlern offen. Das Topmodell Edition Eins kostet 35.600 Euro — womit alle Varianten unter der 70.000-Euro-Grenze für die 0,25-%-Dienstwagenbesteuerung liegen. Einen Umweltbonus gibt es seit Dezember 2023 nicht mehr.

Antrieb, Reichweite und Laden

Der Epiq ist in drei Leistungsstufen erhältlich: 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS). Dazu stehen zwei Batteriekonzepte bereit. Die Einstiegsvarianten Epiq 35 und Epiq 40 nutzen eine 38,5-kWh-LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat, wartungsärmer aber kälteempfindlicher als NMC) und kommen laut vorläufigen Angaben auf 315 km nach dem europäischen Normverbrauchszyklus (WLTP) — finale Homologationswerte stehen noch aus. Das Topmodell Epiq 55 setzt auf eine 55-kWh-NMC-Batterie und erreicht nach WLTP rund 430 km, wie der ADAC bestätigt.

DC-Laden ist mit bis zu 125 kW möglich (europäischer Ladestecker-Standard CCS2); von 10 auf 80 Prozent soll das in rund 24 Minuten gelingen. Der Kofferraum fasst 475 Liter, umgeklappt 1.344 Liter — solide Werte für das 4,17-Meter-Format.

Liefertermine, Preise und Marktposition

Wer das Topmodell Epiq 55 bestellt, kann mit Lieferung ab Herbst 2026 rechnen. Die günstigeren LFP-Varianten Epiq 35 und 40 folgen erst im November 2026. Die Edition Eins ist laut Škoda auch als Leasing ab 299 Euro monatlich verfügbar.

Preislich positioniert sich der Epiq zwischen dem Renault Mégane E-Tech (ab etwa 28.000 Euro) und dem Škoda Elroq (ab rund 35.000 Euro). Ermöglicht wird das unter anderem durch die Fertigung im spanischen Werk VW Navarra in Pamplona, das seit dem 8. Juni 2026 Epiq-Modelle vom Band lässt — als erster Škoda, der außerhalb Tschechiens gebaut wird (abgesehen vom Superb). Die Produktionskosten dort liegen Branchenschätzungen zufolge rund 15 bis 20 Prozent unter tschechischen Werken. Die freigewordenen Kapazitäten in Tschechien kommen dem Elroq und dem Enyaq zugute.

Produktion im VW-Werk Navarra in Pamplona: Hier läuft der Škoda Epiq seit dem 8. Juni 2026 vom Band.

Einordnung für den DACH-Raum

Der Epiq gehört zur sogenannten Electric Urban Car Family des Volkswagen Brand Group Core — einer Plattformfamilie, zu der auch VW ID. Polo, VW ID. Cross und Cupra Raval zählen, alle auf MEB+ basierend. Das 4,17-Meter-Fahrzeug zielt auf urbane Pendler mit gelegentlichen Langstrecken.

Für Firmenwagenkunden unter 70.000 Euro Listenpreis greift die 0,25-%-Regel: Bei einem Epiq 55 für 35.600 Euro ergibt das einen monatlichen geldwerten Vorteil von 89 Euro — deutlich weniger als bei einem vergleichbaren Verbrenner. In Österreich läuft der e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro weiterhin, in der Schweiz gibt es keinen Bundesbonus. Škoda hat den Marktstart für alle drei DACH-Länder bestätigt; offizielle Preise und Leasingkonditionen finden sich auf skoda-auto.de.