Peugeot bringt den GTi zurück – diesmal ohne Verbrennungsmotor. Der neue e-208 GTi leistet 207 kW (281 PS) und 345 Nm, spurtet in 5,7 Sekunden auf 100 km/h und wird damit zum stärksten Serien-GTi, den die Marke je gebaut hat. Der Preis soll in Deutschland bei 39.000 bis 45.000 Euro liegen; Auslieferungen beginnen voraussichtlich Anfang 2026.
Antrieb, Reichweite und Laden
Der Frontmotor schöpft seine Kraft aus einem 54-kWh-Akku und erreicht nach europäischem Normverbrauchszyklus (WLTP) rund 350 km Reichweite. Ob dieser Wert unter deutschen Herbst- und Winterbedingungen haltbar ist, bleibt bis zu unabhängigen Tests offen. Per Gleichstrom lädt das Fahrzeug mit bis zu 100 kW am europäischen CCS2-Ladestecker; von 20 auf 80 Prozent soll das rund 30 Minuten dauern. V2L-Funktion – also das Einspeisen von Strom in externe Verbraucher – ist ebenfalls an Bord.
Gegenüber dem Standard-e-208 stieg die Leistung um 91 kW. Peugeot überarbeitete dafür auch das Fahrwerk: Neue hydraulische Endanschläge, ein hinterer Querstabilisator, eine um 30 mm abgesenkte Karosserie sowie eine um 56 mm vorn und 27 mm hinten verbreiterte Spur sollen für präziseres Einlenken sorgen. Ein mechanisches Sperrdifferenzial an der Vorderachse – baugleich mit dem der Alfa Romeo Junior Elettrica Veloce und des Abarth 600e – soll Traktion in Kurven verbessern.
Preise, Förderung und Wettbewerb
Im direkten Vergleich schlägt der e-208 GTi seine nächste Konkurrenz klar: Der Alpine A290 kommt auf 160 kW (218 PS) und braucht 6,4 Sekunden auf 100 km/h, kostet ab rund 34.000 Euro. Der VW ID.Polo GTI leistet 166 kW (226 PS) und startet bei etwa 39.000 Euro. Peugeot verlangt für mehr Leistung also einen Aufpreis, der je nach Ausstattung erheblich ausfallen kann.
Den deutschen Umweltbonus gibt es seit dem 17. Dezember 2023 nicht mehr. Wer den e-208 GTi als Dienstwagen fährt, profitiert aber von der 0,25-Prozent-Versteuerung des Listenpreises – vorausgesetzt, der Bruttolistenpreis bleibt unter 70.000 Euro. In Österreich gilt weiterhin ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro; in der Schweiz existiert kein vergleichbarer Bundesbonus.
Zeitplan und Marktstart
Das Serienfahrzeug feierte seinen Öffentlichkeitsauftritt beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, wo drei in Frankreichfarben lackierte Exemplare auf die Strecke gingen – passend zum 100. Jahrestag des ersten Peugeot-Auftritts dort. Die Produktion startet im vierten Quartal 2025, der Verkaufsstart in Europa ist für Ende 2025 geplant. Einen offiziellen deutschen Händlertermin oder ein Bestellfenster hat Peugeot noch nicht kommuniziert. Weitere technische Details sollen laut Hersteller am 12. Juni folgen. Österreich und die Schweiz werden nach aktuellem Stand zeitgleich mit Deutschland beliefert, ein genauer Termin steht jedoch noch aus.