Der Dodge Charger kehrt auf den deutschen Markt zurück – diesmal über den offiziellen europäischen Importeur KW Automotive. Ab Q2 2026 stehen erste Fahrzeuge bei Spezialisten wie Joemann Motors und im KW-Händlernetz bereit; ein offizielles Dodge-Händlernetz existiert in Deutschland weiterhin nicht. Das Modell erscheint als sogenannte Multi-Energy-Linie: wahlweise mit Verbrennungsmotor oder als Vollelektro-Variante.
Antrieb, Leistung und Reichweite
Die Benziner-Versionen tragen den Namen Sixpack und setzen auf einen neu entwickelten 3,0-Liter-Reihensechszylinder mit Doppelturboaufladung aus der Hurricane-Baureihe. Der Charger R/T leistet 309 kW (420 PS), der Scat Pack kommt auf 404 kW (550 PS). Beide Varianten fahren mit Allradantrieb.
Parallel dazu bietet Dodge zwei vollelektrische Versionen der Baureihe Charger Daytona an. Der R/T leistet 394 kW (536 PS), der Scat Pack erreicht 492 kW (679 PS) und beschleunigt in 3,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Beide Elektromodelle verfügen über ein 100,5-kWh-Akkupaket. Die Reichweite nach WLTP (europäischer Normverbrauchszyklus) liegt beim R/T bei bis zu 510 km, beim Scat Pack bei rund 418 km. Das DC-Schnellladen von 20 auf 80 Prozent dauert laut Hersteller 27 Minuten. Die Homologation für den deutschen Markt übernimmt das KW Technology Center in Bremerhaven gemeinsam mit dem TÜV; Ersatzteile liefert der Spezialist Iron Parts. Die Garantie beträgt zwei Jahre oder 100.000 km.
Preise, Förderung und Wettbewerb
Aktuelle Händlerlistungen auf AutoScout24 zeigen Importpreise zwischen rund 69.900 Euro (Daytona R/T) und rund 98.800 Euro (Scat Pack), jeweils inklusive 19 Prozent MwSt. Offizielle Listenpreise von Dodge oder KW Automotive liegen noch nicht vor. Da alle Varianten voraussichtlich oberhalb von 70.000 Euro liegen werden, greift die 0,25-Prozent-Dienstwagenregelung für Elektrofahrzeuge nicht. Der Umweltbonus wurde zum 17. Dezember 2023 eingestellt und entfällt damit ebenfalls. Elektro-Charger profitieren jedoch von der zehnjährigen Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge. In Österreich besteht ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro; in der Schweiz gibt es keinen Bundesbonus.
Als elektrische Sportlimousine konkurriert der Daytona mit dem Ford Mustang Mach-E, dem Hyundai Ioniq 5N und dem Tesla Model 3 – liegt jedoch preislich und leistungsmäßig deutlich über dem Gros dieser Modelle. Die Sixpack-Benziner besetzen eine Nische ohne direkte europäische Entsprechung bei modernen Turbo-Sechszylindern dieser Leistungsklasse.
KW Automotive betreibt laut eigenen Angaben über 140 Verkaufspunkte in 18 EU-Ländern. Den vollständigen Marktstart für Deutschland plant der Importeur für das zweite Halbjahr 2026, wie Stellantis Media bestätigt.