Der neue BMW iX3 (Neue Klasse) bringt ab Sommer 2026 einen Level-2-Autobahnassistenten mit freihändigem Fahren bis 130 km/h – inklusive Auf- und Ausfahrten. Ab 63.400 Euro, ohne Bundesförderung.

BMW-Fahrer haben weltweit bereits über 200 Millionen Kilometer mit aktivem Fahrassistenten zurückgelegt – ohne die Hände am Steuer. Jetzt bringt der Münchner Hersteller diese Technologie mit dem neuen iX3 (Neue Klasse) ab Sommer 2026 in neun europäische Märkte, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz. Einstiegspreis: 63.400 Euro für den iX3 40 RWD. Bundesförderung gibt es keine mehr – der Umweltbonus endete im Dezember 2023.

Antrieb, Reichweite und Laden

Der iX3 ist in zwei Varianten erhältlich: Der iX3 40 RWD kommt laut AUTO BILD (April 2026) auf eine WLTP-Reichweite von 635 km, der iX3 50 xDrive schafft bis zu 805 km (WLTP). Beide laden per CCS2 (europäischer Ladestecker-Standard) mit bis zu 400 kW Gleichstrom – an einer Schnellladesäule mit ausreichend Leistung ein praxisrelevanter Wert. Die Wechselstrom-Ladung ist serienmäßig mit 11 kW möglich, optional mit 22 kW. Die verbaute Rechenleistung liegt laut BMW 20-mal höher als beim Vorgänger – die Basis für die erweiterten Assistenzfunktionen.

Autobahnassistent und City Assistant

Der Highway Assistant arbeitet als Level-2-Fahrassistenz (das System unterstützt, der Fahrer bleibt stets verantwortlich). Er erlaubt freihändiges Fahren auf Autobahnen bis 130 km/h – auch über Auffahrten und Ausfahrten hinweg, sofern BMW Maps aktiv ist und der Fahrer den Spurwechsel per Blickkontakt bestätigt. Die UN-Regelung R171 (DCAS-Zulassung) dafür erhielt BMW Ende 2025, laut BMW Group Newsroom DE (Nov 2025).

Dazu kommt der City Assistant: Er erkennt Ampeln, hält das Fahrzeug bei Rot an und fährt bei Grün automatisch wieder an. Diese Funktion ist beim Start zunächst ausschließlich in Deutschland verfügbar – Österreich und die Schweiz sollen über ein OTA-Update (Aktualisierung per Mobilfunk) in der zweiten Jahreshälfte 2026 folgen.

Die Überwachungskamera für den Fahrer sitzt beim neuen iX3 unterhalb des Rückspiegels und erfasst damit einen größeren Bereich als bisher. Schaut der Fahrer zu lange nicht auf die Straße, schaltet sich der Hands-off-Modus ab. Die benötigte Hardware ist in jedem iX3 ab Werk verbaut – aktivieren lässt sich der Assistent nachträglich über den BMW ConnectedDrive Store. Preise für das Abonnement hat BMW noch nicht genannt.

Förderlage, Steuern und Wettbewerb

Einen staatlichen Kaufzuschuss gibt es in Deutschland nicht mehr. Wer den iX3 als Dienstwagen nutzt, profitiert jedoch von der 0,25-Prozent-Regelung bei einem Listenpreis von bis zu 70.000 Euro – der iX3 40 liegt mit 63.400 Euro knapp darunter. Hinzu kommt die zehnjährige Kfz-Steuer-Befreiung ab Erstzulassung. In Österreich ist weiterhin ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro erhältlich; in der Schweiz existiert kein Bundesbonus.

Den Level-3-Personal-Pilot, den BMW zeitweise im 7er anbot, gibt es in der Neuen Klasse nicht. BMW begründet das mit zu hohen Entwicklungskosten und zu geringer Nachfrage. Stattdessen setzt München auf das Konzept Symbiotic Drive: Fahrer können jederzeit beschleunigen, bremsen oder lenken, ohne dass das System sofort abschaltet. Nach dem iX3 sollen auch der kommende i3, der BMW X5 (G65) und mittelfristig die 5er- und X7-Baureihe entsprechende Assistenten erhalten.