Mitsubishi bringt mit dem Eclipse Sportback EV einen kompakten Stromer auf den Markt – allerdings ausschließlich für die USA und Kanada. Als Modell 2027 soll er dort im späten Sommer oder Herbst 2026 in den Handel kommen. In Deutschland, Österreich und der Schweiz bleibt der Wagen offiziell ohne Marktankündigung. Mitsubishis europäische Elektrostrategie läuft weiterhin über das größere Eclipse Cross BEV.
Technik: Nissan Leaf in neuem Gewand
Der Eclipse Sportback EV basiert auf der CMF-EV-Plattform von Nissan – dieselbe Architektur, die auch der dritte Nissan Leaf nutzt. Optisch unterscheidet sich der Mitsubishi vom Nissan vor allem durch überarbeitete Stoßfänger, angepasste Scheinwerfer- und Rückleuchtenoptik sowie neue 18-Zoll-Aerodynamikräder. Die Karosserieproportion, Türform und Fensterlinie stammen unverändert vom Leaf. Das Interieur hat Mitsubishi noch nicht gezeigt; es dürfte jedoch die digitalen Instrumente des Nissan übernehmen – je nach Ausstattung 12,3 oder 14,3 Zoll groß.
Technische Details für Nordamerika hat Mitsubishi noch nicht veröffentlicht. Als Orientierung dienen die Leaf-Daten: 52 kWh oder 75 kWh Akku, 130 bis 160 kW Motorleistung sowie bis zu 488 km Reichweite nach dem amerikanischen EPA-Zyklus. Die Nordamerika-Variante lädt per NACS – dem dortigen Steckerstandard, der in Europa nicht verbreitet ist.
Was Mitsubishi in DACH anbietet
Wer in Deutschland ein Mitsubishi-Elektroauto sucht, findet derzeit das Eclipse Cross BEV: ab rund 44.990 Euro, gefertigt im französischen Werk Douai, seit Ende 2025 erhältlich. Daneben steht die Outlander-Familie als Plug-in-Hybrid (PHEV) zur Wahl. Ein direkt konkurrenzfähiges Kompakt-BEV unterhalb von 40.000 Euro fehlt im Mitsubishi-Portfolio – und das dürfte vorerst so bleiben.
Das nächste Nissan-Leaf-Pendant, auf dem der Eclipse Sportback EV beruht, ist in Deutschland hingegen bereits bestellbar: Der dritte Leaf kostet ab 36.990 Euro (52 kWh, 436 km nach dem europäischen Normverbrauchszyklus WLTP, 130 kW / 177 PS, CCS2-Laden mit bis zu 150 kW Gleichstrom). Die 75-kWh-Version mit 622 km WLTP steht ab 41.990 Euro in der Preisliste – beide Preise inklusive 19 % MwSt., laut electrive.
Wettbewerb und Marktlücke
Unter 40.000 Euro tummeln sich in diesem Segment bereits VW ID.3, Renault 5 E-Tech, MG4 und Dacia Spring. Der Nissan Leaf selbst ist damit in DACH die stärkste Alternative zu einem Eclipse Sportback – auf identischer Plattform, mit europäischem CCS2-Ladeanschluss und bestätigten WLTP-Werten.
Mitsubishi hat bislang nicht kommuniziert, ob der Eclipse Sportback jemals Europa erreicht oder ob eine angepasste Variante für den Kontinent geplant ist. Bis dahin bleibt der Wagen ein Nordamerika-exklusives Modell – sichtbar eng verwandt mit einem Fahrzeug, das bei deutschen Händlern bereits steht.