Audi startet die dritte Q7-Generation mit einem klaren Bekenntnis zum Dieselantrieb. Der neue Q7 rollt ab September 2026 zu deutschen Händlern – mit einem 3,0-Liter-V6-TDI in zwei Leistungsstufen und einem 48-Volt-Mildhybrid-System (MHEV plus). Der Einstiegspreis liegt bei 87.900 Euro inkl. 19 % MwSt. Zu einem Zeitpunkt, an dem BMW X5 und Mercedes GLE ihre Modellpolitik stärker elektrifizieren, positioniert sich Audi bewusst anders.
Antrieb und Technik
Zwei Motorisierungen stehen für den europäischen Markt bereit: Der Basis-TDI leistet 180 kW (245 PS), der stärkere 220 kW (299 PS). Beide nutzen das MHEV-plus-System – ein 48-Volt-Bordnetz mit integriertem Riemen-Starter-Generator, der bis zu 18 kW (24 PS) und 370 Nm zusätzlich bereitstellt. Das verbessert Anfahrverhalten und Effizienz, ohne auf einen Stecker angewiesen zu sein. Ein Plug-in-Hybrid (PHEV) ist für den deutschen Markt zum Marktstart nicht bestätigt; Audi hat lediglich für den US-Markt eine spätere PHEV-Version angedeutet, eine EU-Zeitlinie fehlt bislang.
WLTP-Verbrauchswerte hat Audi noch nicht veröffentlicht – endgültige CO₂-Daten sollen zur Markteinführung folgen.
Preise, Konfigurationen und Verfügbarkeit
Der TDI 45 (180 kW) kostet ab 87.900 Euro, der TDI 50 (220 kW) startet bei 90.500 Euro – jeweils inklusive 19 % Mehrwertsteuer für Deutschland. Bestellbücher öffnen im Juni 2026, die Auslieferung beginnt im September. Produziert wird der Q7 weiterhin im Bratislava-Werk.
Neu ist eine Sechssitzer-Konfiguration mit Einzelsitzen in der zweiten Reihe – eine Option, die bislang so nicht verfügbar war. Daneben bleiben die klassische Fünf- und Siebensitzer-Variante erhältlich. Das Kofferraumvolumen beträgt in der Standardkonfiguration 722 Liter; bei vollständig umgeklappten Rücksitzen wächst der Laderaum auf knapp 2.000 Liter.
Licht, Assistenz und Interieur
Die digitalen Matrix-LED-Scheinwerfer können Abbiegehinweise und Warnsymbole direkt auf den Asphalt projizieren – etwa bei Glatteis oder beim Öffnen der Türen im fließenden Verkehr. Die Heckleuchten signalisieren Gefahren vor dem Fahrzeug oder warnen nachfolgende Fahrer bei zu geringem Abstand.
Im Innenraum dominiert ein geschwungenes OLED-Display, das Kombiinstrument und Infotainment vereint; Beifahrer erhalten einen eigenen Bildschirm. Das optionale Panoramadach mit steuerbarer Transparenz speichert individuelle Einstellungen und stellt diese bei jedem Start automatisch wieder her.
Wettbewerb und DACH-Einordnung
Der neue Q7 trifft auf einen BMW X5, der sich einem Generation-Wechsel nähert, und auf den Mercedes GLE nach seiner jüngsten Modellpflege. Beide Wettbewerber bieten bereits elektrifizierte Plug-in-Hybrid-Varianten an. Den staatlichen Umweltbonus gibt es in Deutschland seit dem 17. Dezember 2023 nicht mehr; für dienstliche Nutzung mit einem Bruttolistenpreis über 70.000 Euro gilt nicht die günstige 0,25-Prozent-Regelung. In Österreich besteht für reine Elektrofahrzeuge ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro – für den TDI-Q7 entfällt dieser naturgemäß. Preislich siedelt sich der Q7 damit klar im oberen Premiumsegment an, laut Audi MediaCenter sind weitere Ausstattungslinien und Sonderpakete zur Markteinführung im Herbst geplant.