Das neue BMW iX3-Flaggschiff iX3 50 xDrive ist seit März 2026 in Deutschland erhältlich – mit 805 km WLTP-Reichweite und 400 kW Ladepower. Doch wer jetzt bestellt, wartet bis 2027.

Der neue BMW iX3 der zweiten Generation – intern Teil der Neue-Klasse-Plattform – hat in Europa innerhalb von nur zwei Monaten mehr als 10.000 Einheiten verkauft. Laut Daten des Marktforschungsunternehmens Dataforce wurden bis Ende April 2026 genau 10.299 Fahrzeuge abgesetzt. Wer in Deutschland jetzt einen iX3 ordert, muss sich allerdings auf eine Lieferzeit bis ins Jahr 2027 einstellen – das Werk Debrecen in Ungarn hat seine Kapazitätsgrenze erreicht.

Antrieb, Reichweite und Laden

BMW bietet den neuen iX3 in zwei Varianten an. Der iX3 50 xDrive ist seit März 2026 bestellbar und kostet ab 70.900 Euro (inkl. 19 % MwSt.). Er leistet 345 kW (469 PS), fährt laut WLTP (europäischer Normverbrauchszyklus) bis zu 805 km weit und lädt am Gleichstrom-Schnelllader mit bis zu 400 kW – möglich durch das 800-Volt-Bordnetz, das schneller lädt als das verbreitete 400-Volt-System. Der Nettoakku fasst 108,7 kWh.

Die günstigere Variante, der iX3 40 mit Heckantrieb, startet bei 63.400 Euro und soll ab Sommer 2026 ausgeliefert werden. Seine WLTP-Reichweite beträgt bis zu 635 km, die Ladeleistung liegt bei 300 kW; der Akku fasst netto 82,6 kWh. Die Systemleistung beträgt 235 kW (320 PS).

Förderung und Dienstwagen-Steuer

Den staatlichen Umweltbonus gibt es seit dem 17. Dezember 2023 nicht mehr. Dennoch bleibt ein steuerlicher Hebel: Die 0,25-Prozent-Regelung für Elektro-Dienstwagen gilt bei einem Listenpreis bis 70.000 Euro. Der iX3 40 (63.400 Euro) fällt klar darunter und eignet sich damit als steuerlich begünstigter Firmenwagen. Der iX3 50 (70.900 Euro) liegt knapp über der Grenze – für Privatkäufer greift hingegen die 10-jährige Kfz-Steuer-Befreiung für Neuregistrierungen.

Marktvergleich: Starkes Segment, wachsende Nachfrage

Im Segment der Premium-Mittelklasse-SUVs bleibt das Gesamtbild differenziert. Das Mercedes-Benz-GLC-Baureihe (alle Varianten) führt mit 41.227 Einheiten von Januar bis April 2026. Der BMW X3 mit Verbrennungsmotor kommt auf 28.389 Einheiten – ebenfalls stärker als der neue iX3. Dieser überholt jedoch den Polestar 4 (8.925 Einheiten in vier Monaten) deutlich, obwohl er nur zwei Monate lang im Markt war. Beim Audi Q6 e-tron (12.536 Einheiten, –23 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) könnte der iX3 bei gleichbleibendem Tempo bald aufschließen.

Laut BMW Group Pressroom DE übersteigen die europäischen Aufträge bereits die Produktionskapazität für 2026. BMW hat im Februar eine zweite Schicht im Debrecener Werk hochgefahren. Bemerkenswert: Rund jeder dritte iX3-Käufer war zuvor kein BMW-Fahrer – ein Hinweis darauf, dass die Neue-Klasse-Modelle neue Zielgruppen erschließen. Auto Bild (April 2026) bestätigt Preise und Marktstart für Deutschland.

Nächste Liefermärkte sind laut BMW die USA sowie ausgewählte Länder in Asien. Österreich und die Schweiz erhalten das Modell ebenfalls, länderspezifische Lieferzeiträume hat BMW bislang nicht kommuniziert. In Österreich gilt weiterhin ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro für Elektrofahrzeuge; in der Schweiz gibt es keinen vergleichbaren Bundesbonus.