Hyundai stellt den i20 für 2027 von Grund auf neu auf: Die vierte Generation wechselt von Saugmotoren auf einen turboaufgeladenen Dreizylinder mit 48-Volt-Mildhybrid-Unterstützung (ein System, das einen kleinen Elektromotor mit einem zusätzlichen Akku kombiniert, um den Verbrenner zu entlasten). Der Debüt ist für Ende 2026 geplant, der Marktstart in Europa für 2027. Das aktuelle Modell kostet in Deutschland ab rund 20.000 Euro – für die Nachfolgergeneration steht die Preisgestaltung noch aus.
Design: Boxiger als bisher
Außen verabschiedet sich der i20 vom weichen Hatchback-Profil. Prototypenfotos, die Korean Car Blog und Carscoops ausgewertet haben, zeigen flachere Dachsäulen, umlaufenden schwarzen Kunststoffschutz, eine nahezu horizontale Dachlinie und 17-Zoll-Leichtmetallfelgen in den Topausstattungen. Die Proportionen ähneln eher einem Kompakt-Crossover als einem klassischen Kleinwagen. Auch die Designsprache der Ioniq-Elektrobaureihe ist deutlich erkennbar: eine LED-Leuchtleiste über die gesamte Frontbreite und ein skulpturiertes Karosserieprofil.
Die Abmessungen wachsen moderat: Radstand 2.580 mm, Gesamtlänge 4.130 mm, Höhe 1.505 mm – damit bleibt der i20 kompakter als ein VW Polo (4.074 mm), überholt ihn aber leicht in der Länge.
Antrieb, Cockpit und i20 N
Für Europa setzt Hyundai auf einen turboaufgeladenen 1,0-Liter-Dreizylinder mit 48-Volt-Mildhybrid-Technik. Die prognostizierten Leistungswerte liegen bei rund 74–88 kW (100–120 PS), sind von Hyundai aber noch nicht offiziell bestätigt. Saugmotoren – bisher die günstigste Einstiegsoption – entfallen. Einen Plug-in-Hybrid (PHEV) oder ein rein elektrisches Modell plant Hyundai für den i20 nicht.
Im Cockpit kombiniert Hyundai zwei 12,3-Zoll-Displays in einem Panorama-Curved-Display – Kombiinstrument und Infotainment in einem Rahmen – mit physischen Tasten für Klimaanlage und Lautstärke. Das Topmodell erhält ein zweifarbiges Kunstlederposter. Separate Bedieneinheit für die Klimaanlage unterhalb der Mittellüftungsdüsen ist beibehalten.
Das sportliche i20 N wurde 2024 aus dem Programm genommen, weil der bisherige 1,6-Liter-Turbovierzylinder die Euro-6-Emissionsgrenzwerte nicht mehr erfüllte. Laut Carscoops soll es mit einem Hybrid-Antriebsstrang zurückkommen. Ob ein Schaltgetriebe erhalten bleibt – bisher ein Markenzeichen des N – ist offen; ein Automat gilt als wahrscheinlich.
Marktstart und Wettbewerber
Der Produktionsstandort für das Europamodell ist noch nicht bestätigt; die aktuelle Generation läuft im türkischen Izmit vom Band. Ein EU-Debüt auf einer Automesse im zweiten Halbjahr 2026 gilt als realistisch, der Händlerstart in Deutschland und Österreich ist für Q1–Q2 2027 zu erwarten.
Direkte Rivalen bleiben VW Polo, Opel Corsa und Renault Clio. Durch die SUV-artige Positionierung rückt der neue i20 aber auch in die Nähe von Opel Mokka und ähnlichen Kleinst-Crossovern – ein Segment, das zuletzt stärker gewachsen ist als klassische Hatchbacks. Der Umweltbonus für Elektroautos ist seit Dezember 2023 eingestellt; der i20 als Mildhybrid war und bleibt nicht förderberechtigt. In Österreich gilt der e-Mobilitätsbonus ausschließlich für rein elektrische Fahrzeuge.