Mitsubishi hat den Attrage – in anderen Märkten als Mirage Sedan bekannt – für das Modelljahr 2026 überarbeitet. Es ist bereits das dritte Facelift des Modells, das seit 2011 ohne Generationswechsel gebaut wird. Für Deutschland, Österreich und die Schweiz spielt das keine Rolle: Mitsubishi hat den Kleinwagen-Sedan hierzulande längst aus dem Programm genommen.
Neues Gesicht mit sportlichem Anspruch
Die auffälligste Änderung ist die neu gestaltete Front. Der Attrage erhält ein sechseckiges Kühlergitter, das laut Mitsubishi vom Lancer Evolution inspiriert ist. Die markentypische Dynamic-Shield-Optik wurde überarbeitet: Die dekorativen Elemente fallen nun wuchtiger aus und sind in Schwarz statt in Chrom gehalten. Stoßfänger, Scheinwerfer und alle übrigen Karosseriepanele stammen noch aus dem Stand von 2019.
Der Innenraum bleibt unverändert: 7-Zoll-Infotainment, analoges Kombiinstrument, Spurhalteassistent und Keyless-Entry gehören zur Serienausstattung. Nur die Topversion Smart bietet ein Notbremsystem für niedrige Geschwindigkeiten sowie eine Funktion zur Verhinderung unbeabsichtigter Beschleunigung – Hindernisse werden bis zu 4 Metern Entfernung erkannt.
Antrieb und Preis
Unter der Haube arbeitet weiterhin ein 1,2-Liter-Dreizylinder-Saugbenziner (MIVEC) mit 57 kW (78 PS) und 100 Nm Drehmoment. Einzige Getriebeoptionen: ein stufenloses CVT-Getriebe, ausschließlich mit Frontantrieb. In Thailand startet der überarbeitete Attrage bei 564.000 Baht (umgerechnet rund 14.800 Euro); die Topausstattung Smart kostet 619.000 Baht (etwa 16.200 Euro).
Kein DACH-Comeback geplant
Mitsubishi hat den Space Star – das europäische Pendant zum Mirage – für den deutschen Markt eingestellt. Als Nachfolger im Kleinwagensegment positioniert der Hersteller hierzulande den Colt, der technisch auf dem Renault Clio basiert. Dieser erfüllt Euro-7-Normen und ist als Vollhybrid erhältlich – der Attrage dagegen entspricht weder den aktuellen Abgasvorschriften noch wäre er mit dem ab 2035 geltenden EU-weiten Zulassungsverbot für neue Verbrenner kompatibel.
Ein Import des 2026er Attrage nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz ist nicht geplant; eine EU-Homologation wurde nicht beantragt. Das Facelift bleibt damit ein Produkt für Schwellenländer wie Thailand, wo Mitsubishi das Modell in über 60 Länder exportiert – und wo ein Einstiegspreis von umgerechnet knapp 15.000 Euro noch Absatzrelevanz besitzt.