Volkswagen startet den ID. Cross im Herbst 2026 – mit überarbeitetem Innenraum-Konzept und einer Positionierung zwischen Kia EV2 und Renault 4 E-Tech.

Volkswagen bringt im Herbst 2026 den ID. Cross in den deutschen Handel – Einstiegspreis ab 27.995 Euro (inkl. 19 % MwSt). Der kompakte Elektro-SUV mit 4.150 mm Länge tritt damit direkt gegen Kia EV2 (ab 26.600 €) und Renault 4 E-Tech (ab 29.500 €) an. Bemerkenswert ist weniger der Preis als das, was VW am Innenraum grundlegend verändert hat – als klare Reaktion auf anhaltende Kritik an früheren ID-Modellen.

Antrieb, Reichweite und Laden

Der ID. Cross ist in drei Motorvarianten erhältlich, alle mit Frontantrieb. Das Basismodell leistet 85 kW (116 PS) und bezieht seinen Strom aus einem 37-kWh-LFP-Akku (Lithium-Eisenphosphat), der laut WLTP-Norm bis zu 316 km ermöglicht. Eine mittlere Stufe kombiniert denselben Akku mit 99 kW (135 PS). Die stärkste Variante kommt auf 155 kW (211 PS) und nutzt einen 52-kWh-NMC-Akku (Nickel-Mangan-Kobalt) mit bis zu 436 km WLTP – mehr als der Renault 4 (409 km), weniger als der Kia EV2 (453 km).

DC-Schnellladen ist serienmäßig an Bord: Der kleine Akku lädt mit bis zu 90 kW, der große mit bis zu 105 kW. Von 10 auf 80 % dauert es in beiden Fällen rund 24 Minuten. Zum Vergleich: Der Kia EV2 schafft diesen Hub in etwa 30 Minuten mit 118 kW – ein marginaler Unterschied im Alltag. Ebenfalls serienmäßig: Vehicle-to-Load (V2L), mit der sich externe Verbraucher direkt aus dem Fahrzeugakku speisen lassen.

Die 52-kWh-Version zieht außerdem bis zu 1.200 kg Anhängelast – ein echter Vorteil gegenüber EV2 (750 kg) und Renault 4 (900 kg).

Innenraum-Neustart und Ausstattung

Der ID. Cross basiert auf der MEB+-Plattform – dieselbe Basis wie ID. Polo, Cupra Raval und Škoda Epiq. Volkswagen hat den Innenraum spürbar überarbeitet: Armaturenbrett und Türverkleidungen sind mit Stoff bezogen, Lenkrad und Mittelkonsole erhalten wieder physische Tasten. Das zentrale Infotainment-Display misst 12,9 Zoll.

Der Kofferraum fasst 475 Liter, unter der Fronthaube kommen 25 Liter für Ladekabel hinzu – damit übertrifft der ID. Cross nach Herstellerangaben sogar den größeren T-Roc mit Verbrennungsmotor. Optional sind 12-Wege-Elektrositze vorn mit Massagefunktion, Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Panorama-Glasdach, adaptiver Tempomat sowie ein Harman-Kardon-Soundsystem mit zehn Lautsprechern erhältlich.

Marktstart und steuerliche Rahmenbedingungen

Der staatliche Umweltbonus ist seit dem 17. Dezember 2023 eingestellt – eine Förderung gibt es für den ID. Cross in Deutschland nicht. Relevant bleibt jedoch die 0,25-%-Dienstwagenregelung für Elektroautos mit einem Listenpreis bis 70.000 Euro sowie die zehnjährige Kfz-Steuer-Befreiung für reine Elektrofahrzeuge. In Österreich greift der e-Mobilitätsbonus von bis zu 5.000 Euro; die Schweiz kennt keinen vergleichbaren Bundesbonus.

Das Fahrzeug wird im Volkswagen-Werk Pamplona (Spanien) montiert – EU-Produktion, keine Einfuhrzölle. Genaue Preise für alle Ausstattungslinien (Trend, Life, Style) sowie die Verfügbarkeit der einzelnen Motorvarianten zum Marktstart sollen laut ADAC ID. Cross Übersicht im Laufe des Jahres 2026 kommuniziert werden. Es ist möglich, dass die Top-Motorisierung zuerst lieferbar ist – ein Muster, das VW bereits beim ID. Polo angewandt hat.