Die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) des US-Verkehrsministeriums schlägt eine Regelung vor, die fortschrittliche Gurt-Warnsysteme in Personenkraftwagen, Lastkraftwagen, den meisten Bussen und Mehrzweck-Personenkraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 4.535 Kilogramm oder weniger vorschreibt.

Mit der vorgeschlagenen Regelung soll das bestehende Warnsystem für Sicherheitsgurte erweitert werden, indem optische und akustische Warnungen nicht nur für den Fahrersitz, sondern auch für andere Sitzpositionen vorgeschrieben werden.

Die Zahlen sind alarmierend: Im Jahr 2021 starben fast 43.000 Menschen auf amerikanischen Straßen. Die Hälfte dieser Todesfälle ereignete sich in Autos, in denen die Insassen nicht angeschnallt waren. Die vorgeschlagene Verordnung kann ein nützliches Mittel sein, um dieses Problem anzugehen. Wird der Plan der NHTSA in die Tat umgesetzt, könnte er die Wirksamkeit von Gurtalarmsystemen erhöhen. Ziel ist es, eine Kultur der Sicherheit und des Verantwortungsbewusstseins zu fördern und den Einzelnen zu ermutigen, sich zu seinem eigenen Wohl anzuschnallen.

Es ist wichtig zu verstehen, dass Sicherheitsgurte nachweislich das Risiko von Tod und Verletzungen senken. Die NHTSA geht davon aus, dass durch die Umsetzung dieser Vorschriften jedes Jahr etwa 300 nicht tödliche Verletzungen und über 100 Todesfälle verhindert werden könnten. Obwohl die Gurtanlegepflicht in den letzten zehn Jahren Fortschritte gemacht hat, gibt es immer noch Raum für Verbesserungen, insbesondere bei den Fondpassagieren, die den Sicherheitsgurt durchweg seltener anlegen als die Insassen auf den Vordersitzen.

Erst im vergangenen Monat hat die NHTSA einen weiteren Meilenstein gesetzt, indem sie automatische Notbremssysteme (AEB) für Personenkraftwagen vorschreibt. Aufbauend auf diesen Fortschritten erweitert die Behörde ihre Vision auf schwere Lkw und Busse - Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 10.000 Pfund. Die potenziellen Auswirkungen dieser Erweiterung sind enorm: Jährlich werden schätzungsweise 155 Menschenleben gerettet und 8.814 Verletzungen verhindert. Dieser technologiegestützte Ansatz zielt darauf ab, die signifikante Statistik der Auffahrunfälle anzugehen, die jährlich mehr als 19.000 Unfälle mit schweren Nutzfahrzeugen betreffen.

Quelle: NHTSA