Die NAF-Tests sollen feststellen, wie sehr sich die tatsächliche Reichweite von Elektroautos bei starken Minustemperaturen von der angegebenen unterscheidet.
Obwohl der EV2 aufgrund seines Prototypstatus nicht in das offizielle Abschlussprotokoll aufgenommen wurde, gibt Kia an, dass er das beste Ergebnis unter allen Teilnehmern erzielt hat. Bei den Tests wurde eine Version mit einer Batteriekapazität von 61 kWh verwendet. Die Serienproduktion des Modells beginnt im Juli in der Slowakei. Die erwartete Reichweite nach WLTP beträgt 448 km oder 413 km mit 19-Zoll-Rädern.
Unter realen Winterbedingungen fuhr der EV2 310,6 km und verlor damit 102,4 km oder 24,8 % der berechneten Reichweite. Die Tests wurden bei Temperaturen von -8 bis -31 °C durchgeführt.
Kia EV2
Auch das Laden bei Kälte war überzeugend. Das Fahrzeug lud seinen Akku von 8 % auf 80 % in etwas weniger als 37 Minuten, wobei 45,4 kWh Energie aufgenommen wurden. Die Spitzenladeleistung erreichte 97 kW, der Durchschnitt lag bei 74 kW. Für die Serienversion gibt Kia eine Ladezeit von 10 % auf 80 % in 30 Minuten an.
Den zweiten Platz im Test belegte der Hyundai Inster: Bei einer angegebenen Reichweite von 360 km verlor er 104 km, oder etwa 28,9 %. Der Teilnehmer Kia EV4 mit einem Akku von 81,4 kWh und einer nominalen Reichweite von bis zu 594 km verlor 204 km. Insgesamt erzielten die meisten Elektroautos in diesem Jahr schwache Ergebnisse – zum Beispiel verfehlte der Lucid Air den angegebenen Wert um etwa 440 km.
Quelle: InsideEVs