In den letzten Jahren hat sich die Modellpalette von Audi deutlich verkleinert. Verschwunden sind A8, A5 Coupé und Cabriolet, A4 in zwei Karosserievarianten, A7 Sportback, elektrische Q8 e-tron und der kultige TT. Nun sind A1 und Q2 dieser Liste hinzugefügt worden. Formal sind sie noch im Konfigurator zu finden, aber es handelt sich ausschließlich um Lagerabverkäufe. Laut Audi in den Niederlanden reicht die verbleibende Anzahl der Fahrzeuge aus, um die Nachfrage in den meisten Märkten zu decken.
Der Audi A1 kam 2010 auf den europäischen Markt und hielt sich etwas mehr als 15 Jahre, nachdem er zwei Generationen durchlief. Das Modell wurde in Spanien im Werk in Martorell zusammen mit dem SEAT Ibiza produziert und war Audis Versuch, sich im Premium-B-Segment zu etablieren. Ein wirklicher Erfolg blieb jedoch aus, da der Hauptkonkurrent stets der MINI war. Das beste Jahr für den A1 war beispielsweise 2011 in Spanien, als etwas mehr als 5.660 Fahrzeuge verkauft wurden. In den Niederlanden verkaufte sich das Modell im Laufe der Jahre rund 28.000 Mal.
Die Geschichte des Audi Q2 sieht erfolgreicher aus. Das 2016 vorgestellte Crossover, basierend auf dem Volkswagen T-Roc, wurde mit einer breiten Motorenpalette, Allradantrieb quattro und sogar in einer sportlichen Version SQ2 mit 300 PS angeboten. Das Spitzenjahr war 2017, als die Verkäufe 81.426 Fahrzeuge erreichten. In den folgenden zwei Jahren lagen die Volumina ebenfalls über 78.000, aber ab 2022 begann ein anhaltender Rückgang. Nach neun Jahren auf dem Markt wurde beschlossen, das Modell aus der Produktion zu nehmen.
Infolgedessen wird der A3 wieder zum günstigsten Audi-Modell – zumindest bis zum Erscheinen des elektrischen Q2 e-tron. Dieses kompakte Elektro-Crossover mit Frontantrieb, neuem Design und großer Reichweite soll dem MINI Aceman Konkurrenz machen.
Quelle: Motor.es