Das Unternehmen Mercedes-Benz stellte den neuen elektrischen Minivan Mercedes-Benz VLE vor. Das Modell wird als Nachfolger der elektrischen Version der V-Klasse und als Alternative zum Mercedes-Benz EQV betrachtet.

Der Mercedes-Benz VLE basiert auf einer 800-Volt-Elektroarchitektur, ist mit einem neuen elektrischen Antriebsstrang und einem umfangreichen Fahrerassistenzsystem ausgestattet und bietet zahlreiche digitale Funktionen. Laut Hersteller überschreitet die Reichweite 700 km nach WLTP-Zyklus.

In der Basisversion ist vorn ein permanenterregter Synchronmotor (PSM) eingebaut. Allradantrieb wird durch einen zusätzlichen Motor hinten realisiert, der nur bei Bedarf zugeschaltet wird.

Der Mercedes-Benz EQV ist mit einer Lithium-Ionen-NMC-Batterie mit einer Kapazität von 115 kWh ausgestattet. An Schnellladestationen mit über 300 kW Leistung kann in 15 Minuten die Energiemenge für ca. 355 km Reichweite nachgeladen werden. Auch das Fahrzeug ist von Anfang an für bidirektionales Laden vorbereitet.

Das optionale Luftfederungssystem AIRMATIC nutzt erstmals Daten von Google Maps. Das System senkt die Bodenfreiheit auf Schnellstraßen, um den Luftwiderstand zu reduzieren. Die neue Car-to-X-Funktion passt zudem die Federungshärte automatisch vor Unebenheiten an.

Zusätzlich wird ein Hinterachslenksystem mit einem maximalen Lenkwinkel von 7° angeboten. Es reduziert den Wendekreis von Bordstein zu Bordstein um 2 m auf 10,9 m und von Wand zu Wand auf 11,6 m.

Bei Geschwindigkeiten bis 60 km/h lenken die Hinterräder entgegengesetzt zu den Vorderrädern für verbesserte Manövrierbarkeit. Bei Geschwindigkeiten über 60 km/h lenken sie in die gleiche Richtung und erhöhen die Fahrzeugstabilität beim Spurwechsel und bei Notmanövern.

Zentrales Element im Innenraum ist die neue Version des MBUX-Systems, das auf der Mercedes-Benz OS-Plattform basiert. Der optionale MBUX Superscreen vereint drei Bildschirme unter einer gemeinsamen Glasplatte:

  • 10,25-Zoll-Digitalinstrument
  • 14-Zoll-Zentralbildschirm
  • 14-Zoll-Passagierdisplay

Die Benutzeroberfläche verwendet Echtzeitgrafiken auf Basis von Unity. Das Zero-Layer-Konzept bringt Hauptfunktionen und kontextbezogene Hinweise auf den Hauptbildschirm ohne komplexe Menüstruktur.

Der neue MBUX Virtual Assistant verwendet künstliche Intelligenz für einen natürlichen Dialog und kann Daten von Drittanbietern, einschließlich Google Maps, integrieren.

Für die Passagiere der zweiten Reihe ist ein ausziehbarer 31,3-Zoll-Panoramabildschirm mit 8K-Auflösung vorgesehen. Über das MB.OS-System können mehr als 40 Drittanbieteranwendungen installiert werden, darunter Disney+, Microsoft Teams und Zoom.

Das Electric Intelligence Navigationssystem berechnet Routen mit optimalen Ladepausen unter Berücksichtigung von Gelände, Temperatur und Verkehrssituation. Vor der Ankunft an der Ladestation bereitet das System die Batterie automatisch auf Schnellladung vor.

Das Sensorsystem umfasst 10 Kameras, 5 Radare und 12 Ultraschallsensoren.

Das Fahrerassistenzsystem MB.DRIVE unterstützt automatisierte Fahrfunktionen bis zum SAE Level 2, inklusive automatischem Spurwechsel und Stadtverkehrsassistent.

Der Parkassistent erkennt jetzt sogar unmarkierte Plätze und kann das Fahrzeug automatisch mit bis zu 5 km/h einparken.

Quelle: Mercedes-Benz

Евгений Ушаков
Evgenii Ushakov
16 jahre am Steuer