Andreas Mindt, ehemaliger Designchef von Bentley und jetziger Designchef des Volkswagen Konzerns, hat gesagt, dass kleinere Autos wie der Volkswagen ID.2all schwieriger zu entwerfen sind als Hypercars wie der Bentley Batur auf Basis des Continental GT.

Mindt, der vor kurzem von Bentley zu Volkswagen gewechselt ist, sagte in einem Interview mit Top Gear, dass das Design eines Kleinwagens von den Designern harte Arbeit verlangt, was die Leute normalerweise nicht verstehen.

Beim Volkswagen-Konzern war Mindt für die Entwürfe des Audi A1, Q3, Q8 und e-tron GT sowie der ersten Generation des Tiguan und des Golf Mk7 verantwortlich. Außerdem war er an der Gestaltung des Bentley Hunaudières-Konzepts von 1999 beteiligt. Auf die Frage, welches seiner neuen Projekte die größte Herausforderung darstellte, antwortete Mindt, dass die eigentliche Herausforderung für ihn bei Volkswagen das Design des ID.2all da es sich um ein kleines Auto handelt, das mehr Liebe zum Detail erfordert als ein größeres Modell.

"Das ist so, als würde man im Fußball einen Elfmeter ohne Torwart schießen. Es ist einfach zu machen. Viele Leute denken, dass Hypercar-Designer Genies sind, aber es ist so einfach zu machen. Um ein kleines Auto wie den ID.2all zu bauen, muss man hart arbeiten, und das verstehen die Leute nicht. Es ist schwieriger zu entwerfen. Wenn man sich Dinge wie den Fiat Panda ansieht - das sind in meinen Augen die genialen Designer, nicht die, die Hypercars bauen. Ich will niemanden verletzen, aber ich kenne beide Seiten."

Die Hersteller von Kleinwagen stehen vor vielen Herausforderungen, wie z. B. der Einhaltung von Sicherheitsstandards und Kraftstoffverbrauchsvorschriften bei gleichzeitig niedrigem Preis. Darüber hinaus können Verpackungsbeschränkungen ein erhebliches Problem darstellen, obwohl dies für den Volkswagen ID.2 eine geringere Herausforderung darstellt, da er von Grund auf als elektrische Schräghecklimousine entwickelt wurde. Autohersteller, die Hypercars produzieren, haben mehr Freiheiten beim Einsatz fortschrittlicher Technologien. Aufgrund ihrer höheren Budgets sind sie nicht an die gleichen Preisvorgaben gebunden.

Volkswagen hat einen guten Ruf, wenn es um die Entwicklung von Kleinwagen geht. Der Lupo, der up!, der Polo und der Beetle sind nur einige Beispiele dafür, ebenso wie der Kleinstwagen Gol für Lateinamerika. Im Jahr 2025 wird das Unternehmen einen völlig neuen Elektro-Supermini, den ID2.all, vorstellen. Für später in diesem Jahrzehnt hat das Unternehmen bereits ein günstigeres Elektroauto angekündigt, dessen Äquivalente von Skoda und SEAT/Cupra in Arbeit sind.

Quelle: Top Gear

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Евгений Ушаков
Evgenii Ushakov
14 jahre am Steuer