Äußerlich hat sich die S-Klasse deutlich verändert. Der Grill ist um 20% gewachsen und hat vier horizontale Chromleisten anstelle von drei erhalten. Erstmals wird eine Grillbeleuchtung mit dreidimensionalen Sternen angeboten, und der markante Stern auf der Motorhaube kann nun ebenfalls beleuchtet werden – eine Option, die sich vor allem an die Märkte der USA und China richtet. Auch die Beleuchtungstechnik wurde aktualisiert: Die Scheinwerfer haben ein neues Twin-Star-Design, die Rücklichter drei Chromsterne, und das Digital Light System ist um 40% heller geworden.
Auf der Liste der Optionen sind neue 20-Zoll-Räder hinzugekommen, die im Druckgussverfahren hergestellt wurden, was die Masse reduziert und das Design eleganter macht. Für Liebhaber eines aggressiveren Stils wird das AMG Line Plus-Paket mit erweiterten Lufteinlässen, schwarzen Akzenten des Night Package und dunklem Chrom der Auspuffanlage angeboten.
Mercedes S-Klasse AMG Line (2026)
Die schwerwiegendsten Änderungen erfolgten im Innenraum. Der vertikale zentrale Bildschirm ist der Vergangenheit angehört – jetzt ist die S-Klasse standardmäßig mit dem MBUX Superscreen-System ausgestattet. Es vereint einen 14,4-Zoll-Hauptbildschirm und einen 12,3-Zoll-Passagierbildschirm unter einem einzigen Glas, während das 12,3 Zoll große Instrumentencluster separat bleibt. Auch das Belüftungssystem wurde komplett überarbeitet: Anstelle von vier runden Lüftungsdüsen gibt es eine breite horizontale Linie, die in die Türen übergeht.
Mercedes hat teilweise auf Touch-Elemente am Lenkrad verzichtet: Jetzt sind Wippschalter für die Bedienung der Geschwindigkeitsregelung verantwortlich, und die Lautstärke wird von einem separaten Drehregler geregelt. Der Sprachassistent MBUX unterstützt ChatGPT-4o, Microsoft Bing und Google Gemini, kann Dialoge mit Kontext führen und bietet verschiedene Avatare zur Auswahl an. Disney+, YouTube, Amazon Music und RIDEVU sind nativ in das Multimedia-System integriert.
Mercedes S-Klasse MANUFAKTUR tief weiß/schwarz
Unter den neuen Optionen befinden sich elektrisch einstellbare Lüftungsdüsen mit voreingestellten Luftströmungsmodi, beheizbare vordere Sicherheitsgurte bis 44 °C sowie abnehmbare MBUX-Fernbedienungen für die Fondpassagiere. Die Bildschirme der zweiten Reihe wurden auf 33,3 cm vergrößert und sind mit HD-Kameras für Videokonferenzen in Teams, Zoom und Webex ausgestattet. Erstmals wird für die S-Klasse ein vollständiges Interieur aus Kunstleder angeboten.
Auch die Motorenpalette wurde aktualisiert. Der V8 des S 580 4MATIC (M177 Evo) entwickelt 537 PS und 750 Nm und hat eine Flachkurbelwelle erhalten. Die Sechszylinder M256 Evo in S 450 und S 500 sind mit einem leistungsstärkeren elektrischen Kompressor ausgestattet und erzeugen ein Drehmoment von bis zu 600 Nm (kurzfristig bis zu 640 Nm). Der Diesel OM 656 Evo ist der erste Serienmotor mit elektrisch beheiztem Katalysator zur Reduzierung von Schadstoffemissionen beim Kaltstart.
Der Plug-in-Hybrid S 580 e hat eine Leistungssteigerung auf 430 kW (585 PS) erhalten, während die elektrische Reichweite bei über 100 km bleibt. Der gepanzerte S 680 Guard bleibt mit einem V12-Motor mit 612 PS und einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h in der Modellreihe.
Mercedes-Benz S-Klasse AMG Line (2026)
Die Airmatic-Federung ist serienmäßig an Bord, und das E-Active Body Control-System ist optional erhältlich. Beide Systeme haben die intelligent Dämpfung-Funktion erhalten, die Car-to-X-Daten nutzt, um sich im Voraus auf Straßenschäden vorzubereiten. Das vollgelenkte Fahrwerk ist jetzt serienmäßig in der S-Klasse: Die Hinterräder drehen sich bis zu einem Winkel von 4,5°, und die Version mit 10° bleibt optional.
Angaben zu Preisen und Markteinführungsterminen der aktualisierten S-Klasse hat Mercedes-Benz bislang nicht bekannt gegeben.
Quelle: Mercedes-Benz