Das Modell wurde Luce genannt, was auf Italienisch „Licht“ bedeutet. Obwohl das äußere Erscheinungsbild der Ferrari im Mai zeigen will, hat das Unternehmen bereits das Interieur enthüllt, um zu beweisen, dass ein elektrischer Ferrari den Charakter und die Emotionen der Marke bewahren kann.
Das Design wurde von LoveFrom entwickelt, einem Studio, das von Jony Ive und Marc Newson gegründet wurde. Trotz Ives Ruf als Schöpfer ikonischer Touchgeräte wie dem iPhone und iPad, bestand er in diesem Projekt auf der großzügigen Verwendung physischer Bedienelemente.
Ferrari Luce
Im Innenraum des Luce gibt es echte Tasten, Schalter und Drehregler mit deutlichem taktilem Feedback. Laut Ferrari durchliefen die Prototypen 20 Iterationen von Verbesserungen, um das perfekte Gefühl und den Klang jedes Schalters zu erreichen. Besonderes Augenmerk wurde auf den Launch Control-Schalter gelegt, der im Flugzeugstil über dem Fahrer platziert ist.
Das Lenkrad wirkt, als käme es aus den 1960er Jahren: drei dünne Speichen, offenes Aluminium und ein Layout, inspiriert von klassischen Formel-1-Boliden. Es ist besonders leicht, obwohl es viele Bedienelemente beherbergt, die es ermöglichen, auf den ständigen Bezug zum Touchscreen zu verzichten.
Hinter dem Lenkrad befindet sich das Instrumentenpanel, das gemeinsam mit Samsung Display entwickelt wurde. Zwei dünne OLED-Bildschirme überlappen sich teilweise und schaffen einen Tiefeneffekt und einen fast analogen Blick auf die Skalen. Zusätzlich gibt es hier einen physischen Zeiger, der sich über die digitale Grafik bewegt.
Ferrari Luce
Ferrari betont, dass das Interface der Instrumente sowohl von historischen Automobillösungen als auch von der lakonischen Grafik der Luftfahrt inspiriert ist – insbesondere von Hubschraubern und Flugzeugen.
Das Unternehmen berücksichtigte auch vergangene Fehler. Beim Modell SF90 wurde der Berührungsstartknopf am Lenkrad negativ wahrgenommen, da er dem Startprozess des Autos die Emotionalität nahm. Im Luce wurde dies anders gehandhabt: Der Fahrer steckt einen massiven Glasschlüssel in eine Buchse in der Mittelkonsole, wonach sich die Farbe ändert und der Wählhebel mit Lichtanimationen „lebendig wird“.
Die äußere Erscheinung des Ferrari Luce wird im Mai gezeigt. Bis dahin kann man mit mehr Details über den Antriebsstrang und die Chassiskonstruktion rechnen.
Quelle: Ferrari