Der neue Speicher hat eine Kapazität von 40 MWh (40.000 kWh) und kann eine Leistung von bis zu 20 MW abgeben. Die Hauptaufgabe des Systems besteht darin, Strom in Zeiten von Netzüberkapazitäten zu speichern und in Zeiten von Engpässen zurückzugeben, wodurch die Möglichkeit besteht, von Preisschwankungen auf dem Strommarkt zu profitieren.
Auf diese Weise plant Elli, aktiv am Stromhandel an der europäischen Börse EPEX Spot teilzunehmen. Das Unternehmen gab außerdem bekannt, dass neue Projekte für derartige Speicher bereits in Vorbereitung sind.
Bei der Eröffnungszeremonie war der Vorstandsvorsitzende der Volkswagen Gruppe Oliver Blume anwesend. Seinen Angaben zufolge wird die Speicherung von Energie und der Handel mit Elektrizität ein neues Geschäftsfeld mit hohem Wachstumspotenzial. Mit Elli beabsichtigt der Konzern, Energie zu verwalten, zu speichern und zu verkaufen.
Die technische Grundlage des Systems bilden Batteriemodule der Firma PowerCo. Ihre Abteilung Energy Storage Solutions entwickelt industrielle Speicher auf Basis der sogenannten „Unified Cell“, die in Zukunft sowohl in Elektrofahrzeugen als auch in stationären Energiespeichersystemen eingesetzt werden soll.
In Salzgitter bildet Volkswagen ein komplettes Batterienökosystem: von der Zellproduktion über stationäre Speicher bis hin zur weiteren kommerziellen Energienutzung über Elli. In einem nahegelegenen Werk produziert der Konzern seit Dezember Batteriezellen. Derzeit handelt es sich um NMC-Batterien. Für häufige Lade- und Entladezyklen, wie sie in Energiespeichersystemen typisch sind, gelten jedoch LFP-Batterien als geeigneter.
Zukünftig plant Volkswagen, ein Netz namens Managed Battery Network zu schaffen, das stationäre Speicher und Fahrzeugbatterien mit der Vehicle-to-Grid-Technologie verbindet, die es ermöglicht, Fahrzeugbatterien zur Unterstützung des Stromnetzes zu nutzen.
Quelle: InsideEVs