BMW behauptet im ersten Quartal 2026 die Marktführerschaft im US-Premiumsegment vor Mercedes-Benz, kämpft jedoch mit einem deutlichen Absatzminus bei Elektroautos.

Im ersten Quartal 2026 hat BMW seine Position als absatzstärkste deutsche Premiummarke in den Vereinigten Staaten gefestigt. Trotz eines allgemeinen Marktrückgangs vergrößerte das Unternehmen den Abstand zum Wettbewerber Mercedes-Benz. Beide Hersteller verzeichneten jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum sinkende Gesamtzahlen.

Absatzzahlen im Detail

BMW lieferte im ersten Quartal insgesamt 84.231 Fahrzeuge aus, was einem Rückgang von 3,9 % gegenüber dem ersten Quartal 2025 (87.615 Einheiten) entspricht. Mercedes-Benz meldete für denselben Zeitraum 78.500 Verkäufe, ein Minus von 3,0 %. Bereinigt um das Transporter-Geschäft von Mercedes-Benz, das 8.500 Einheiten ausmachte, beträgt der Vorsprung von BMW im Bereich der Pkw und Light Trucks 14.231 Fahrzeuge.

SUV-Modelle stützen das Ergebnis

Der Absatz von BMW wird maßgeblich durch die X-Modellreihe getragen. Die Verkäufe in der Kategorie Light Trucks stiegen um 9,5 % auf 48.173 Einheiten. Dieser Zuwachs kompensierte teilweise den deutlichen Rückgang bei den klassischen Limousinen, deren Absatz um 17,3 % auf 36.058 Fahrzeuge sank. Bei Mercedes-Benz zeigt sich eine noch stärkere Konzentration auf das SUV-Segment: Die Modelle GLC, GLE und GLS machten mit rund 42.700 Einheiten (+22 % zum Vorjahr) 61 % des gesamten Pkw-Volumens der Marke aus.

Rückgang bei elektrifizierten Fahrzeugen

Ein signifikanter Abwärtstrend zeigt sich bei BMW im Bereich der elektrifizierten Fahrzeuge (BEV und PHEV). Mit 9.856 verkauften Einheiten halbierte sich der Absatz in diesem Segment im Vergleich zum Vorjahresquartal (19.761 Einheiten). Damit machten elektrifizierte Modelle nur noch knapp 12 % des BMW-Gesamtabsatzes aus. Mercedes-Benz nannte keine spezifischen US-Absatzzahlen für Elektrofahrzeuge, hob jedoch hervor, dass Luxus- und Performance-Modelle wie die G-Klasse, der SL (+47 %) und Maybach (+22 %) zweistellige Wachstumsraten erzielten.

Relevanz für den deutschen Markt

Da die USA einer der wichtigsten Exportmärkte für die deutschen Automobilhersteller sind, haben diese Entwicklungen direkte Auswirkungen auf die Produktionsauslastung und die strategische Ausrichtung in Deutschland. Die schwache Nachfrage nach Elektrofahrzeugen bei BMW in den USA steht im Kontrast zu den bevorstehenden Markteinführungen der „Neuen Klasse“, wie dem für Ende des Jahres geplanten iX3.

Дмитрий Котов
Dmitro Kotov