BMW hält technische Details gerne unter Verschluss – doch die US-Umweltbehörde EPA machte dem einen Strich durch die Rechnung. Ein versehentlich veröffentlichtes Zulassungsdokument legt die Kerndaten des kommenden BMW iX5 60 xDrive offen: 147,8 kWh Bruttokapazität, 424 kW Systemleistung und eine Cell-to-Pack-Architektur (Zellen ohne Modulrahmen direkt im Gehäuse verbaut). Wann das Fahrzeug nach Deutschland kommt, steht noch nicht fest.
Riesiger Akku, neue Zelltechnik
Die auffälligste Zahl im EPA-Dokument ist die Bruttokapazität von 147,8 kWh. Nach Abzug des typischen BMW-Puffers von rund vier Prozent ergibt sich eine Nettogröße von etwa 142 kWh – ein deutlicher Sprung gegenüber den 108,7 kWh des aktuellen iX. Das Akkupack besteht aus 960 zylindrischen Zellen im Format 46120 (46 mm Durchmesser, 120 mm Höhe) und arbeitet mit einer Nennspannung von 704 Volt. Die 800-Volt-Architektur ermöglicht Gleichstrom-Laden mit bis zu 350 kW – von zehn auf 80 Prozent soll das in rund 20 Minuten gelingen. Angaben zur Reichweite nach WLTP (europäischer Normzyklus) hat BMW noch nicht veröffentlicht.
Der kommende BMW iX5 60 xDrive setzt auf Cell-to-Pack-Technologie mit 960 zylindrischen Zellen im Format 46120.
Antrieb und Leistung des iX5 60 xDrive
Die Allradversion 60 xDrive erhält zwei Elektromotoren: 184 kW (250 PS) vorne und 240 kW (326 PS) hinten, zusammen 424 kW – das entspricht rund 577 PS. Der Hinterachsmotor leistet zwar gleich viel wie im kleineren iX3 50 xDrive, wurde aber auf ein höheres Fahrzeuggewicht abgestimmt: Das maximale Drehmoment steigt von 435 Nm auf 500 Nm. Das EPA-Dokument enthüllt zudem Daten weiterer Modellvarianten für das Modelljahr 2027: i3 Sedan, iX3 und iX4 sollen in der Version 40 xDrive mit je 123 kW vorne und 195 kW hinten sowie einem 97-kWh-Akku erscheinen – laut BimmerToday – EPA-Leak Analyse.
Deutschland: Förderung steht, Marktstart noch nicht
Für den deutschen Markt ist der Zeitpunkt der iX5-Einführung bislang nicht bestätigt. Der US-Markt soll das Fahrzeug als 2027er Modell ab Dezember 2026 erhalten; ein EU-Start dürfte sich verzögern. Wer in Deutschland auf das Modell wartet, kann sich dennoch über das neue Förderprogramm 2026 freuen: Seit dem 1. Januar 2026 gilt rückwirkend ein einkommensabhängiger Kaufbonus für vollelektrische Fahrzeuge (BEV) – Basisförderung 3.000 Euro, bis zu 6.000 Euro für Haushalte mit einem Bruttoeinkommen bis 45.000 Euro und mindestens zwei Kindern. Hinzu kommt eine zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung für alle BEV, die bis zum 31. Dezember 2035 erstmals zugelassen werden – per BMW Blog – Germany subsidy 2026. Eine Preisobergrenze für das Fahrzeug gibt es bei dieser Förderung nicht. Der US-Einstiegspreis wird auf rund 80.000 US-Dollar geschätzt; eine offizielle Preisangabe für Europa steht aus.