Skoda enthüllt kurz vor der Weltpremiere neue Designdetails zum Epiq – und das kompakte Elektro-SUV trifft den DACH-Markt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt. Ab rund €25.000 positioniert sich der Epiq als eines der günstigsten Elektrofahrzeuge der Volkswagen Group, mit Auslieferungen in Deutschland ab Q3 2026. Der Umweltbonus ist seit dem 17. Dezember 2023 Geschichte, doch der Kauf lässt sich über andere Hebel rechnen.
Antrieb, Reichweite und Laden
Der Epiq ist in drei Leistungsstufen erhältlich: 116 PS (85 kW), 135 PS (99 kW) und 211 PS (155 kW). Die beiden Einsteigervarianten nutzen eine LFP-Batterie (Lithium-Eisenphosphat) mit 37 kWh Kapazität und kommen nach WLTP-Standard – dem europäischen Reichweitenmessverfahren – auf rund 315 km. Die Topmotorisierung mit 52-kWh-NMC-Akku (Nickel-Mangan-Kobalt) erreicht bis zu 430 km (WLTP). Gleichstrom-Schnellladen gelingt beim Basismodell mit bis zu 50 bzw. 90 kW; der stärkste Epiq lädt mit bis zu 133 kW – von 10 auf 80 Prozent in rund 23 Minuten. Der Gepäckraum fasst 475 Liter, ein solider Wert für ein Fahrzeug mit rund 4,1 m Länge.
Skoda Epiq – das neue Elektro-SUV zeigt erstmals Details zu LED-Scheinwerfern und Rückleuchten.
Steuervorteile statt Subventionen
Ohne den Umweltbonus rückt die Dienstwagen-Regel ins Zentrum der Kaufkalkulation: Elektrofahrzeuge bis €70.000 Listenpreis werden in Deutschland nur mit 0,25 % des Bruttolistenpreises monatlich als geldwerter Vorteil versteuert – statt 0,5 % beim Plug-in-Hybrid und 1 % beim Verbrenner. Für viele Gewerbetreibende und Arbeitnehmer mit Firmenwagen ist das ein handfester Hebel. Dazu kommt die zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung ab Erstzulassung in Deutschland. In Österreich ist derzeit ein E-Mobilitätsbonus von bis zu €5.000 (€2.000 staatlich, €3.000 Herstelleranteil) aktiv. Die Schweiz bietet keine Bundesförderung, einzelne Kantone gewähren jedoch Preisnachlässe oder Steuerreduktionen.
Wettbewerb und Marktposition
Der Epiq teilt sich die MEB+-Plattform mit dem VW ID.Polo, dem ID.Cross und dem Cupra Raval – eine Plattform der VW Group, die auf mehr Reichweite und günstigere Produktionskosten gegenüber dem Vorgänger MEB ausgelegt ist. Gebaut wird das Fahrzeug im spanischen Pamplona. Im Wettbewerb stehen der Renault 4 E-Tech (bis 400 km WLTP), der Ford Puma Gen-E sowie der Citroën ë-C3. Mit bis zu 430 km Reichweite zum Einstiegspreis von €25.000 setzt Skoda einen klaren Kontrapunkt zu teureren europäischen Alternativen – und zu chinesischen Importen wie dem BYD Seagull oder der Dacia Spring, die durch EU-Importzölle inzwischen unter Preisdruck stehen.
Premiere und Marktstart
Die offizielle Weltpremiere findet am 19. Mai 2026 in Zürich statt, Bestellungen sind ab dem 20. Mai möglich. Auslieferungen in Deutschland beginnen im dritten Quartal 2026, der übrige DACH-Raum folgt in der zweiten Jahreshälfte. Das Interieur setzt auf große Digitalbildschirme und minimalistisches Design – typisch für neuere Skoda-Elektromodelle. Ob das beleuchtete Frontpanel aus dem Konzeptfahrzeug in die Serienproduktion übernommen wird, ist noch offen; es könnte höheren Ausstattungslinien vorbehalten bleiben.