Honda hat auf einer Unternehmensveranstaltung zwei Hybrid-Prototypen gezeigt, die einen Blick auf die nächste Modellgeneration erlauben. Der Honda Hybrid Sedan Prototype deutet auf den kommenden Accord hin, der Acura Hybrid SUV Prototype bestätigt die nächste Generation des Acura RDX als reinen Hybridantrieb. Beide Modelle sollen zwischen 2027 und 2028 auf den Markt kommen.
Honda Hybrid Sedan Prototype – Vorschau auf den kommenden Accord der nächsten Generation.
Neue Hybridarchitektur mit deutlichen Effizienzgewinnen
Beide Fahrzeuge basieren auf einer vollständig neuen Hybridplattform. Honda gibt an, die Produktionskosten gegenüber den Hybridmodellen von 2023 um rund 30 Prozent gesenkt zu haben. Der Kraftstoffverbrauch soll im gleichen Vergleich um mehr als 10 Prozent sinken. Konkrete Leistungswerte oder offizielle Verbrauchszahlen nach WLTP-Standard (dem EU-Testzyklus für Kraftstoff- und Energieverbrauch) hat Honda noch nicht veröffentlicht.
Zur neuen Architektur gehört außerdem ein elektrisches Allradmodul sowie ein aktualisiertes Fahrerassistenzsystem, das für 2028 angekündigt ist. Bis zum Geschäftsjahr 2030 plant Honda weltweit 15 neue Hybridmodelle, darunter größere Fahrzeuge der D-Klasse, mit Schwerpunkt auf Nordamerika.
Acura Hybrid SUV Prototype – bestätigt den neuen RDX als Zweimotor-Hybrid.
Acura RDX: Produktionspause bis zur Neuauflage
Der aktuelle Acura RDX läuft Mitte 2026 aus der Produktion. Bis der neue, elektrifizierte Nachfolger bei den Händlern steht, entsteht eine Lücke von schätzungsweise 24 bis 30 Monaten. Acura hat die vierte Generation des RDX offiziell als Hybrid-Modell mit Zweimotor-System bestätigt – gefertigt wird er im Honda-Werk in Ohio.
Nordamerika als zentraler Absatzmarkt
Honda richtet seine Hybridstrategie klar auf Nordamerika aus. Alle US-Werke sollen auf hybridfähige Produktion umgestellt werden. Das Ohio-Werk verlagert freie Kapazitäten auf Benzin- und Hybridfahrzeuge. Auch das Batteriegemeinschaftsunternehmen mit LG Energy Solution wird teilweise von reinen Elektrofahrzeugbatterien auf Hybridsysteme umgelenkt; der Anteil lokal gefertigter Komponenten soll dabei mehr als viermal so hoch werden wie bisher.
Für den DACH-Markt gibt es derzeit keine bestätigten Zeitpläne oder Preisangaben für die neuen Hybridmodelle. Honda hat Europa nicht als Schwerpunktregion der neuen Strategie genannt.