Betroffen sind 1er, 3er, X1, X3 und M3 der Baujahre 2006 bis 2015 – das KBA bestätigt eine Teilnahmepflicht, bei Nichtbefolgung droht ein Betriebsverbot.

BMW startet im Mai 2026 eine neue Rückrufkampagne für knapp 375.000 Fahrzeuge in Deutschland. Weltweit sind laut Hersteller 1.450.760 Autos betroffen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beaufsichtigt die Maßnahme – und macht die Teilnahme verpflichtend. Wer seinen Wagen nicht reparieren lässt, riskiert ein Betriebsverbot.

Defekt und Risiko

Der Grund ist ein bekannter: der fehlerhafte Takata-Gasgenerator in der Fahrerairbag-Einheit. Bei einem Aufprall kann der Gasgenerator zu scharf auslösen. Im schlimmsten Fall bricht das Gehäuse, und Metallsplitter schleudern in den Innenraum – ein ernstes Verletzungsrisiko für Fahrer und Beifahrer.

Das KBA meldet bislang keine Unfälle oder Vorfälle mit Personen- oder Sachschäden in Deutschland. Der Rückruf erfolgt daher vorsorglich. BMW tauscht die betroffenen Fahrerairbags vollständig aus.

Betroffene Modelle und Bauzeiträume

Die Kampagne erfasst ausschließlich kompakte und mittelgroße Modelle, produziert zwischen dem 2. Januar 2006 und dem 30. Juni 2015:

- 1er (E81, E82, E87, E88) - 3er (E90, E91, E92, E93) – einschließlich M3 - X1 (E84, erste Generation) - X3 (E83, erste Generation)

VIN-Prüfung und nächste Schritte

BMW führt die Kampagne intern unter dem Code 0032730300. Besitzer können ihre 17-stellige Fahrgestellnummer (VIN) auf den offiziellen BMW-Serviceplattformen oder direkt beim Vertragshändler abfragen und so feststellen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist.

Der Takata-Airbag-Skandal zieht sich über fast zwei Jahrzehnte. Weltweit wurden rund 67 Millionen Airbag-Einheiten zurückgerufen – laut NHTSA Takata Recall Spotlight waren global mehr als 30 Todesfälle die Folge, die meisten davon in den USA. Der BMW-Rückruf vom Mai 2026 zeigt, dass diese Aufarbeitung noch nicht abgeschlossen ist.

Wer einen der genannten BMW aus den Baujahren 2006 bis 2015 fährt, sollte die VIN umgehend prüfen und einen Werkstatttermin vereinbaren – die Reparatur ist für Fahrzeughalter kostenlos.

Максим Тропко
Maksim Tropko
36 jahre (18 jahre am Steuer)