Fiat greift im Kompakt-SUV-Segment direkt an: Mit dem Grizzly und dem Grizzly Fastback plant der italienische Hersteller für die zweite Jahreshälfte 2026 zwei neue Modelle, die ab rund 20.000 Euro starten sollen. Beide Varianten teilen sich dieselbe technische Basis – und nehmen damit Kurs auf Bestseller wie den Dacia Duster oder den Opel Frontera.
Zwei Karosserien, eine Plattform
Der Grizzly positioniert sich als praktischer Familienkombi: breiter Innenraum, alltägliche Nutzbarkeit, kompakte Außenmaße unter 4,5 Metern. Der Grizzly Fastback teilt die Technik, bietet aber eine flachere Dachlinie und einen dynamischeren Auftritt – für Käufer, die Stil nicht gegen Nutzwert tauschen wollen.
Beide Modelle basieren auf der Stellantis-Smart-Car-Plattform, die bereits unter dem Opel Frontera und dem Citroën C3 Aircross liegt. Das bedeutet geteilte Teile, eingespielte Fertigungsprozesse – produziert wird im marokkanischen Kénitra – und eine bewährte Servicebasis bei europäischen Händlern.
Fiat Grizzly: Der praktische SUV für den Familienalltag setzt auf kompakte Maße unter 4,5 Metern.
Die Motorenpalette umfasst einen 1,2-Liter-Benziner mit 74 kW (100 PS), einen 1,2-Liter-Mildhybrid (Mild-Hybrid, kombiniert Verbrenner mit kleiner Elektromaschine ohne externen Ladevorgang) mit 107 kW (145 PS) und einem Sprintwert von 8,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h – sowie eine vollelektrische Variante.
Elektroversion: solide Basis, offene Reichweitenfrage
Die BEV-Variante soll laut nicht offiziell bestätigten Quellen mit einem rund 54-kWh-Akku und 83 kW (113 PS) kommen. Gleichstrom-Schnellladen mit bis zu 100 kW soll eine Ladung von 0 auf 80 Prozent in etwa 30 Minuten ermöglichen. Geladen wird über den in Europa einheitlichen CCS2-Standard. Die WLTP-Reichweite (europäischer Normverbrauchszyklus) hat Fiat noch nicht veröffentlicht – diese Angabe ist für eine realistische Einschätzung im Alltag jedoch entscheidend.
Fiat Grizzly Fastback: Die Coupé-Variante teilt die Technik, punktet aber mit flacherer Dachlinie und dynamischerem Silhouette.
Ein wichtiger Kontext für die Elektroversion: Der staatliche Umweltbonus in Deutschland wurde zum 17. Dezember 2023 eingestellt. Käufer profitieren aber weiterhin von der zehnjährigen Kfz-Steuerbefreiung sowie – bei Firmenwagen mit einem Listenpreis bis 70.000 Euro – von der günstigen 0,25-Prozent-Regelung bei der Dienstwagenbesteuerung. In Österreich gibt es weiterhin den e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro, in der Schweiz keinen Bundesbonus.
Preise und Marktstart
Der Einstiegspreis von rund 20.000 Euro platziert den Grizzly direkt neben dem Dacia Duster (ab etwa 19.000 bis 22.000 Euro) sowie dem Citroën C3 Aircross und dem Opel Frontera. Das starke Abschneiden des Frontera in Deutschland zeigt, dass der Markt für Kompakt-SUVs unter 25.000 Euro robust ist.
Genaue Preisstufen, Ausstattungslinien und der exakte Händlerstart innerhalb des zweiten Halbjahres 2026 stehen noch aus. Eine Weltpremiere des Serienmodells wird für den Pariser Autosalon im Oktober 2026 erwartet – laut Stellantis Media ist die Markteinführung in Europa fest eingeplant.