Das elektrische Flaggschiff-SUV kommt mit bis zu 600 km WLTP-Reichweite, 28-Minuten-Laden und einem Einstiegspreis von rund 52.000 Euro – zuzüglich möglicher BAFA-Förderung bis 6.000 Euro.

Škoda bringt mit dem Peaq sein erstes elektrisches 7-Sitzer-SUV auf den Markt. Die Weltpremiere findet am 23. Juni 2026 statt, der Bestellstart in Deutschland folgt unmittelbar danach, und erste Auslieferungen sind für das vierte Quartal 2026 geplant. Mit einem vorläufigen Einstiegspreis von rund 52.000 Euro und einer neuen BAFA-Förderung von bis zu 6.000 Euro – seit dem 19. Mai 2026 beantragbar – könnte der Peaq als Elektro-Alternative zum Verbrenner-Kodiaq relevant werden.

Antrieb, Reichweite und Laden

Der Peaq ist in drei Varianten erhältlich. Die Basisversion Peaq 60 leistet 150 kW (204 PS), hat eine 63-kWh-Batterie und soll laut Škoda mehr als 460 km nach dem europäischen Normverbrauchszyklus (WLTP) erreichen – finale Serienangaben werden erst zur Premiere bestätigt. Die Version Peaq 90 kommt auf 210 kW (286 PS), die allradgetriebene Variante Peaq 90x auf 220 kW (299 PS); beide mit 91-kWh-Akku und jeweils über 600 km WLTP (vorläufig). Die Heckantriebsversion 90 soll bis zu 630 km schaffen.

Beim Laden setzt Škoda auf den europäischen CCS2-Standard. Der Akku lässt sich per Gleichstrom von 10 auf 80 Prozent in 27 Minuten (Peaq 60) beziehungsweise 28 Minuten (90/90x) laden. Wechselstromladen mit 11 kW gehört zur Serienausstattung. Zusätzlich unterstützt der Peaq bidirektionales Laden (V2L und V2H): Er kann andere Geräte mit Strom versorgen oder – bei entsprechender Wallbox – Energie ins Hausnetz einspeisen.

Karosserie, Innenraum und Ausstattung

Der Peaq misst 4.874 mm in der Länge bei einem Radstand von 2.965 mm. Durch die lange Basis haben Passagiere der zweiten Reihe deutlich Beinfreiheit. Das Panoramadach umfasst 2,12 m² und verfügt über elektrochromes Glas in neun Segmenten, dessen Tönung sich per Infotainment regeln lässt. Im 7-Sitzer-Modus bleiben 299 Liter Kofferraumvolumen plus 37 Liter Frunk; bei eingeklappter dritter Reihe wächst der Laderaum auf 935 Liter, mit vollständig umgelegter zweiter Reihe auf bis zu 1.010 Liter.

Das Cockpit zeigt ein 13,6-Zoll-Infotainment auf Basis von Android Automotive mit Spotify, YouTube und Google Maps, ergänzt durch ein 10-Zoll-Kombiinstrument und ein Augmented-Reality-Head-up-Display. Die Frontscheinwerfer im Topniveau nutzen Matrix-LED-Technik mit 18 Segmenten. Verfügbar ist außerdem ein Relax-Paket mit AGR-zertifizierten Massagesitzen und elektrisch ausklappbaren Fußstützen.

Preise und DACH-Kontext

Verbindliche Listenpreise nennt Škoda erst zur Premiere am 23. Juni 2026. Marktschätzungen – unter anderem von Bellemann und Carwow – rechnen mit rund 52.000 Euro (Peaq 60), 55.000 Euro (Peaq 90) und 57.000 bis 58.000 Euro (Peaq 90x), jeweils inklusive 19 % Mehrwertsteuer. Mit der BAFA-Förderung von bis zu 6.000 Euro, die seit dem 19. Mai 2026 beantragt werden kann, läge der Peaq 60 effektiv bei rund 46.000 Euro. Zusätzlich gilt für E-Autos bis 70.000 Euro Listenpreis die 0,25-Prozent-Regelung beim Dienstwagen sowie eine zehnjährige Kfz-Steuerbefreiung.

In Österreich besteht ein e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro; in der Schweiz gibt es keinen Bundesbonus. Lieferzeiten werden auf 12 bis 24 Wochen ab Bestellstart geschätzt. Als direkter Vergleichsmaßstab bieten sich der Kia EV9 sowie der Mercedes EQB an, beide ebenfalls als elektrische 7-Sitzer – allerdings in unterschiedlichen Preisklassen.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)