Nach fünf Jahren Pause kehrt der Pajero als echtes Leiterrahmen-Geländefahrzeug zurück – mit Triton-Plattform, elektrifiziertem Antrieb und einem Cockpit-Detail, das an Erfolgsmodelle der 1990er-Jahre erinnert.

Mitsubishi bringt den Pajero zurück. Für Herbst 2026 ist die Weltpremiere der fünften Generation offiziell bestätigt – fünf Jahre nach dem Produktionsende des Vorgängers 2021. Das Fahrzeug basiert auf dem Leiterrahmen des Triton-Pickups und soll elektrifizierte Antriebsvarianten erhalten. Ob und wann der Pajero nach Deutschland, Österreich oder die Schweiz kommt, ist bislang nicht offiziell bestätigt.

Antrieb und Technik

Als Basisaggregat gilt der aus dem Triton bekannte 2,4-Liter-Biturbo-Diesel mit 148 kW (201 PS) und 470 Nm Drehmoment. Daneben arbeitet Mitsubishi an einem Mild-Hybrid sowie einem Plug-in-Hybrid (PHEV). Beide Varianten sind Teil des langfristigen Elektrifizierungsplans des Herstellers, der in den kommenden sechs Jahren je fünf Selbstlader-Hybride und fünf Plug-in-Hybride vorsieht. Konkrete Leistungsdaten oder WLTP-Verbrauchswerte für den europäischen Normzyklus liegen noch nicht vor – ebenso wenig ein Zeitplan für die Euro-7-Zertifizierung.

Der Leiterrahmen stammt zwar aus dem Triton, doch Mitsubishi betont: Fahrwerk und Innenraum wurden für den Pajero eigenständig abgestimmt. Ziel ist eine Kombination aus ernsthafter Geländetauglichkeit und alltagstauglichem Fahrkomfort auf befestigten Straßen.

Der neue Mitsubishi Pajero (5. Generation) zeigt beim Testen charakteristische Karosserieproportionen mit eckigen Radläufen und senkrechter Frontpartie.Der neue Mitsubishi Pajero (5. Generation) zeigt beim Testen charakteristische Karosserieproportionen mit eckigen Radläufen und senkrechter Frontpartie.

Design und Cockpit-Detail

Optisch bleibt Mitsubishi dem klassischen Pajero-Stil treu. Laut Teaserbildern erhält das Fahrzeug T-förmige LED-Scheinwerfer, nahezu senkrechte Karosserieproportionen, eckige Radläufe und einen markanten Motorhaubenrücken. Das Heck schließt mit einer weitgehend aufrechten Heckklappe ab.

Besonders auffällig im Cockpit: ein runder digitaler Multi-Meter-Bildschirm, der in Echtzeit Höhe über dem Meeresspiegel, Längs- und Querneigung, Kompasskurs, Außentemperatur sowie die Drehmomentverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse anzeigt. Die kreisförmige Gestaltung ist eine bewusste Reverenz an die analogen Rundinstrumente der zweiten und dritten Pajero-Generation – jener Modelle, die in den 1990er-Jahren mehrfach die Rallye Dakar gewannen.

Teaserbild des digitalen Multi-Meter-Displays im Pajero – die runde Grafik erinnert an die analogen Instrumente der zweiten und dritten Generation.Teaserbild des digitalen Multi-Meter-Displays im Pajero – die runde Grafik erinnert an die analogen Instrumente der zweiten und dritten Generation.

Marktstart und DACH-Perspektive

Die Weltpremiere ist für August oder September 2026 geplant, erste Auslieferungen starten in Australien und ausgewählten asiatischen Märkten voraussichtlich im Dezember 2026. Für Großbritannien ist eine Rückkehr unter dem historischen Namen „Shogun" bereits bestätigt.

Für Deutschland, Österreich und die Schweiz gibt es hingegen noch keinen offiziellen Einführungstermin. Branchenbeobachter rechnen frühestens 2027 mit einer Markteinführung – abhängig davon, wann die Hybridvarianten die Euro-7-Anforderungen erfüllen. Der Diesel dürfte allein kaum ausreichen, um die Zulassungshürden im DACH-Raum zu nehmen.

Preise in Euro sind nicht bekannt. Australische Vergleichsmodelle wie der Pajero Sport rangieren umgerechnet zwischen 33.000 und 42.000 Euro; der neue Pajero dürfte angesichts der Leiterrahmenkonstruktion und der Geländeambitionen deutlich darüber liegen – im Bereich etablierter Konkurrenten wie des Toyota Land Cruiser Prado. Vollständige Details will Mitsubishi schrittweise über einen eigens eingerichteten Teaser-Auftritt veröffentlichen, laut Mitsubishi-Pressemitteilung.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)