Der Hyundai Ioniq 3 kommt im vierten Quartal 2026 nach Deutschland – mit bis zu 496 km WLTP-Reichweite, neuer Pleos-Connect-Plattform und einem Einstiegspreis um 27.500 Euro.

Hyundai hat die Serienversion des Ioniq 3 enthüllt – wenige Wochen nach der Weltpremiere des sportlichen N Line. Der Kompakt-Stromer soll im vierten Quartal 2026 zu deutschen Händlern rollen, zu einem Einstiegspreis zwischen 27.500 und 30.000 Euro. Damit positioniert sich Hyundai direkt zwischen dem kleineren Inster (ab 24.400 Euro) und dem Kona Electric (ab 38.340 Euro) – und unterhalb des VW ID.3 Neo (ab ca. 33.000 Euro).

Design und Innenraum

Der Standard-Ioniq-3 trägt ein deutlich nüchterneres Gesicht als der N Line. Hyundai nennt den Stil „Aero Hatch" – eine Mischung aus Schrägheck, Fastback und leichtem Crossover-Einschlag. Der Frontstoßfänger kommt mit weniger Dekorelementen aus, aktive Lufteinlässe ersetzen die markanten Öffnungen des N Line. Die geteilten LED-Scheinwerfer mit schmaler Lichtsignatur bleiben erhalten.

An den Seiten fallen die karosseriefarben lackierten Außenspiegel auf; die Felgengröße reicht von 16 bis 18 Zoll – der N Line trägt 19-Zöller. Am Heck gibt es einen kompakten Spoiler und einen schlichten Diffusor ohne seitliche Aero-Elemente.

Im Innenraum setzt Hyundai auf das Konzept „Furnished Space": helles Farbschema, Fokus auf Materialanmutung und Wohnlichkeit. Das Gegenstück zum schwarz-roten N-Line-Interieur fällt damit bewusst entspannt aus.

Pleos Connect, Reichweite und Laden

Herzstück der Ausstattung ist das neue Infotainment-System Pleos Connect auf Android-Automotive-Basis – das zweite Hyundai-Modell weltweit mit dieser Plattform nach dem Grandeur. Je nach Ausstattungslinie stehen ein 12,9-Zoll- oder ein 14,6-Zoll-Touchscreen zur Wahl; einzelne Versionen erhalten ein kompaktes digitales Kombiinstrument. Zum Marktstart soll der Pleos App Market rund 30 Drittanbieter-Apps bieten, der KI-Sprachassistent Gleo unterstützt natürliche Konversation. Over-the-Air-Updates sind vorgesehen.

Hyundai bietet den Ioniq 3 mit zwei Antriebsvarianten an. Die Basisversion Standard trägt einen 42,2-kWh-Akku und leistet 108 kW (147 PS); der WLTP-Normverbrauchszyklus gibt bis zu 344 km an. Die Long-Range-Version kommt auf 61 kWh und 100 kW (135 PS) mit bis zu 496 km nach WLTP. Beide nutzen die 400-Volt-Version der E-GMP-Plattform – das verbreitetere 400-Volt-System, nicht das schnellladefähige 800-Volt-Bordnetz. Per DC lädt der Ioniq 3 mit bis zu 119 kW und füllt den Akku in rund 29 Minuten von 10 auf 80 Prozent; AC-Laden ist mit bis zu 22 kW möglich.

Marktstart und Wettbewerb

Entwickelt wurde der Ioniq 3 im Hyundai-Forschungszentrum Rüsselsheim, gebaut wird er im türkischen Izmit – innerhalb der EU-Zollzone. Das ist relevant: Sollte die Bundesregierung eine neue E-Auto-Förderung einführen, wäre der Ioniq 3 als EU-Zonenprodukt grundsätzlich förderfähig. Der seit dem 17. Dezember 2023 eingestellte Umweltbonus greift derzeit nicht. In Österreich besteht weiterhin der e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro für Privatpersonen; in der Schweiz gibt es keine Bundesförderung.

Offizielle Preislisten und Ausstattungsdetails hat Hyundai noch nicht veröffentlicht. Der Händlerstart in Deutschland ist für Herbst 2026 geplant, Vorbestellungen können noch nicht aufgegeben werden. Zu einem späteren Zeitpunkt soll eine leistungsstarke N-Version mit zwei Elektromotoren folgen – laut Bolidenforum.de allerdings ohne konkreten Zeitplan.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)