Die in Italien verfügbare Tonic-Sonderausstattung kommt nicht nach Deutschland. Wer den ë-C3 kaufen will, wählt zwischen zwei Akkugrößen – und muss ohne staatliche Förderung kalkulieren.

Citroën bringt den ë-C3 in Deutschland ausschließlich in den Ausstattungslinien YOU, PLUS und MAX auf den Markt. Die in Italien erhältliche Tonic-Variante – mit 10,25-Zoll-Touchscreen, kabelloser Smartphone-Spiegelung, Dachreling und gelben Karosserieakzenten – ist hierzulande weder bestellbar noch offiziell angekündigt. Der Einstieg beginnt bei 20.140 Euro (Urban-Range, 30 kWh, inkl. 19 % MwSt.), ohne Umweltbonus, der seit dem 17. Dezember 2023 nicht mehr gewährt wird.

Antrieb, Reichweite und Laden

Beide Akkuvarianten teilen sich denselben Elektromotor mit 83 kW (113 PS). Die Urban-Range-Version (30 kWh) erreicht laut europäischem Normverbrauchszyklus (WLTP) bis zu 215 km. Die Standard-Range-Version (44 kWh) kommt auf bis zu 326 km WLTP – laut Citroën DE Preisliste Jan 2026 je nach Ausstattung zwischen 322 und 326 km.

Geladen wird über den europäischen Ladestecker-Standard CCS2. Die 44-kWh-Version unterstützt DC-Schnellladen mit bis zu 100 kW – von 20 auf 80 Prozent in rund 26 Minuten. Die Urban-Range-Version ist auf 30 kW DC begrenzt, was deutlich längere Pausen bedeutet. AC-seitig sind serienmäßig 7,4 kW möglich; 11 kW sind optional für 400 Euro Aufpreis erhältlich. Eine Wärmepumpe fehlt in beiden Varianten.

Wer im Winter fährt, muss Abstriche einplanen: Ohne Wärmepumpe sinkt die reale Reichweite bei Kälte um 30 bis 40 Prozent – die 44-kWh-Version kommt dann auf etwa 190 bis 220 km. Für Stadtfahrten ist das vertretbar, für längere Autobahnabschnitte im Winter wird es eng.

Preise, Förderung und Wettbewerb

Die Preisstruktur in Deutschland ist klar gestaffelt: YOU ab 20.140 Euro (Urban-Range) bzw. 23.300 Euro (44 kWh), PLUS ab 25.500 Euro, MAX ab 27.800 Euro – alle Preise inklusive 19 % MwSt. Ein 0,25-Prozent-Versteuerungsvorteil gilt für den ë-C3 als Dienstwagen, sofern der Bruttolistenpreis 70.000 Euro nicht überschreitet – das trifft auf alle Varianten zu.

In Österreich greift der e-Mobilitätsbonus von 5.000 Euro, was die Kaufentscheidung dort günstiger gestaltet. In der Schweiz gibt es keinen Bundesbonus; die Kantone regeln Förderungen unterschiedlich.

Im direkten Vergleich positioniert sich der ë-C3 zwischen dem günstigeren Dacia Spring (aus chinesischer Fertigung) und dem Opel Corsa Electric mit 50-kWh-Akku und höherer WLTP-Reichweite. Der Renault Twingo E zielt ebenfalls auf den Stadtmarkt ab. Die Tonic-Ausstattung, die in Italien ab 21.290 Euro erhältlich ist, hätte mit ihrem 10,25-Zoll-Display und der kabellosen Smartphone-Integration eine Lücke zwischen YOU und PLUS schließen können – laut Auto Bild gibt es dazu für Deutschland bisher keine Ankündigung.

Wer heute bestellt, erhält ein konsequentes Stadtauto mit überschaubarer Reichweite – aber kein Allroundfahrzeug für jede Jahreszeit.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)