Suzuki hat in Japan das Jimny-Zubehörpaket „Gozel" zur Serienproduktion freigegeben – ein Fünf-teiliges Styling-Kit, das auf dem Event JimnySunlight 2026 als Konzept vorgestellt wurde und so positiv ankam, dass der Hersteller grünes Licht für die Fertigung gab. Das Problem: In Deutschland ist der Jimny seit Mitte 2024 nicht mehr erhältlich, weil das Modell die verschärften EU-Emissionsgrenzwerte und Sicherheitsvorschriften nicht erfüllte.
Warum der Jimny hierzulande fehlt
Der Rückzug vom deutschen Markt war kein freiwilliger Schritt. Der Jimny scheiterte gleich an mehreren EU-Vorgaben: fehlender autonomer Notbremsassistent, unzureichender Fußgängerschutz sowie die ab 1. Juli 2024 verbindlichen UNECE-Cybersicherheitsregeln. Dazu kamen strengere CO₂-Flottenziele, die das vergleichsweise durstige Aggregat kaum noch erfüllbar machte. Laut Auto Motor und Sport nannte Suzuki Deutschland seinerzeit keinen Nachfolger. Als Abschluss gab es die limitierte Sonderedition „Horizon" – 900 Einheiten zu je 32.340 Euro. Wer danach noch einen Neuen wollte, schaute in die Röhre. Graue Importe aus Indien oder den Vereinigten Arabischen Emiraten sind zwar möglich, bewegen sich laut Jäger Magazin aber in einer rechtlichen Grauzone.
Das Gozel-Paket im Detail
Das gemeinsam mit dem Autozubehör-Spezialisten AWIN entwickelte Kit umfasst fünf Teile: eine Aluminium-Optik-Einsatzblende im Frontstoßfänger, einen breiteren Unterfahrschutz mit roten Akzenten, einen neuen Kühlergrill mit Netzstruktur und großem Suzuki-Schriftzug, rote Schmutzfänger sowie Seitenschweller- und Heckstoßfänger-Applikationen in Metalloptik. Ein Reserveradabdeckung rundet das Paket ab. Alle Teile sind im Suzuki-Werks-Zubehörkatalog „Select Plus" gelistet.
Das Suzuki Jimny Gozel Outdoor Concept mit Aluminium-Optik-Elementen, rotem Unterfahrschutz und Netz-Kühlergrill – das Kit ist ausschließlich für den japanischen Markt erhältlich.
Preise und Verfügbarkeit
Einzelne Komponenten kosten zwischen 33.000 und 66.000 Yen – umgerechnet rund 370 bis 730 Euro (inklusive japanischer Mehrwertsteuer von 10 Prozent). Das vollständige Fünf-teilige Set schlägt mit 269.500 Yen für den dreitürigen Jimny Sierra beziehungsweise 275.000 Yen für den fünftürigen Jimny Nomade zu Buche – das entspricht rund 2.400 bis 2.450 Euro. Der Preisunterschied zwischen den Versionen ergibt sich aus längerenSchwellerverkleidungen beim Nomade. Bestellungen bei japanischen Suzuki-Händlern sind ab dem 24. Juli 2026 möglich. Eine Verfügbarkeit außerhalb Japans ist nicht angekündigt; das Paket bleibt Japan-exklusiv.
Was bleibt für bestehende Jimny-Besitzer
Wer bereits einen Jimny fährt – hierzulande waren das vor allem die zwischen 2021 und 2024 als Nutzfahrzeug (NFZ) zugelassenen Varianten –, findet weiterhin Zubehör bei spezialisierten Anbietern wie Otto Griesbeck oder spoilerland.de. Auf AutoScout24 und mobile.de wird der Gebrauchtmarkt regelmäßig mit Fahrzeugen aus dieser Zeit bestückt. Einen Nachfolger für den europäischen Markt hat Suzuki bis heute nicht bestätigt.