Toyota hat die Markteinführung des neuen Highlander als reines Elektrofahrzeug verschoben. Der Produktionsstart verzögert sich um mindestens acht Wochen; erste Fahrzeuge dürften US-Händler nun frühestens Anfang 2027 erreichen. Für den europäischen Markt spielt das kaum eine Rolle: Den Highlander gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz nicht zu kaufen – und daran ändert sich vorerst nichts.
Verzögerung ohne genannten Grund
Toyota begründet die Verschiebung mit notwendigen Abschlussarbeiten vor dem Serienanlauf, nennt aber keine konkreten Details. Laut einem Unternehmenssprecher, der gegenüber Carscoops zitiert wird, ist ein Presseevent zum neuen SUV bereits abgesagt worden; ein neuer Termin steht aus.
Solche Verzögerungen kurz vor dem Produktionsstart sind in der Branche nicht ungewöhnlich. Hersteller nutzen die Zeit üblicherweise für finale Qualitätsprüfungen, Software-Kalibrierung und die Vorbereitung der Fertigungslinien. Lieber ein paar Wochen später auf den Markt kommen als mit Mängeln starten, die anschließend Rückrufe nach sich ziehen – diese Abwägung treffen viele Hersteller.
Die aktuelle Generation des Highlander mit Benzin- und Hybridantrieb läuft laut Toyota bis mindestens Dezember 2026 weiter vom Band. Einige Fachmedien spekulieren, Toyota könnte die Zusatzzeit nutzen, um noch mehr Exemplare der Verbrenner-Versionen abzusetzen, bevor das rein elektrische Modell verfügbar ist. Toyota selbst widerspricht dem und bekräftigt, die Strategie zur vollständigen Elektrifizierung des Highlander bleibe unverändert.
Keine DACH-Relevanz – mit einem Ausblick auf Lexus
Direkt betroffen von der US-Verzögerung sind auch zwei weitere Modelle auf derselben TNGA-K-Plattform: der Subaru Getaway und der Lexus TZ. Subaru hat bestätigt, dass der Getaway ausschließlich für den US-Markt gebaut wird und nicht nach Europa kommt – laut WardsAuto ist eine europäische Einführung explizit nicht geplant.
Etwas anders sieht es beim Lexus TZ aus: Das vollelektrische Sechs-Sitzer-SUV ist laut Lexus Europe Newsroom (TZ) für 2027 für den europäischen Markt bestätigt. Konkrete Angaben zu Preisen, WLTP-Reichweite (europäischer Normverbrauchszyklus) oder einem Marktstart in Deutschland, Österreich und der Schweiz fehlen bislang jedoch vollständig. Ob und inwieweit die US-Produktionsverzögerung den europäischen TZ-Zeitplan beeinflusst, hat Lexus nicht kommentiert.
Was bleibt
Für Interessenten am elektrischen SUV-Segment mit Sieben-Sitzer-Kapazität bleibt das Angebot in Europa einstweilen überschaubar. Der Toyota bZ4X sowie der Lexus UX 300e decken andere Segmente ab. Wer auf einen elektrischen Lexus-SUV mit mehr Platz wartet, muss sich bis 2027 gedulden – und dann auf konkrete DACH-Daten zum TZ warten.