Am 16. Juli 2026 rollte im tschechischen Kvasiny der einmillionste Škoda Karoq vom Band – ein 1.5 TSI mit 110 kW (150 PS) in Graphite Grey. Seit dem Marktstart 2017 hat sich das kompakte SUV zum meistverkauften Modell des Segments im Škoda-Portfolio entwickelt. In Deutschland, dem größten Einzelmarkt der Marke, entfielen im Februar 2026 rund 62,9 Prozent aller Karoq-Verkäufe auf Privatkäufer (PSR = Private Sales Ratio) – Platz drei unter den Kompakt-SUVs in diesem Segment.
Antrieb und Ausstattung heute
Der aktuelle Karoq ist in etwa 60 Märkten erhältlich, darunter alle DACH-Länder. Das Motorenprogramm reicht von 85 bis 140 kW: Benziner mit 1.0 TSI, 1.5 TSI und 2.0 TSI sowie ein 2.0 TDI-Diesel. Rund 73 Prozent der Käufer entscheiden sich für das Automatikgetriebe, 27 Prozent für die manuelle Schaltung. Frontantrieb und Allradantrieb stehen je nach Motorisierung zur Wahl. Ein Plug-in-Hybrid- oder Elektroantrieb ist in der aktuellen Generation nicht verfügbar – diese Rolle übernimmt im Škoda-Portfolio der Elroq.
Der einmillionste Škoda Karoq: 1.5 TSI mit 110 kW in Graphite Grey, gebaut am 16. Juli 2026 im tschechischen Kvasiny.
Neue Plattform, mehr Hybridisierung
Škoda hat bestätigt, dass die nächste Karoq-Generation in Entwicklung ist. Die Präsentation ist für den Jahreswechsel 2027/2028 geplant, der Marktstart wird für das erste Quartal 2028 erwartet. Das Modell wechselt von der MQB-A1-Plattform auf die MQB-Evo-Architektur – dieselbe Basis, die bereits im aktuellen Golf 8 zum Einsatz kommt. Laut einem Exklusivinterview von Auto Express mit Škoda-Technikchef Johannes Neft setzt der Nachfolger auf einen kurzen Entwicklungszyklus von drei Jahren und priorisiert Hybridantriebe. Konkrete Systemleistungen oder WLTP-Verbrauchswerte für eine mögliche Plug-in-Hybrid-Variante hat Škoda noch nicht kommuniziert.
Kvasiny: Rekordproduktion im Stammwerk
Das Werk in Kvasiny ist die einzige Produktionsstätte für den Karoq. 2025 stellte es einen eigenen Rekord auf: 301.500 Fahrzeuge liefen vom Band – ein Plus von 21,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Neben dem Karoq produziert Kvasiny den Octavia und den Kodiaq; seit Mai 2026 auch den Octavia Combi. Für das laufende Jahr kündigt Škoda zudem eine Modernisierung des Lackierwerks an. Eine Verlagerung der Karoq-Fertigung nach Deutschland oder Österreich ist nicht geplant.
Deutschland bleibt der wichtigste Absatzmarkt: 211.100 Škoda-Auslieferungen verzeichnete die Marke 2025 hierzulande – ein Wachstum von 12,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, laut Škoda Storyboard.