Das Facelift des Maybach-Flaggschiff-SUV bringt mehr Leistung, eine neue Lichtsignatur und ein überarbeitetes Interieur — Marktstart in Deutschland Ende 2026, Preis voraussichtlich über 200.000 Euro.

Mercedes-Maybach hat das Facelift des GLS 680 vorgestellt — und setzt dabei auf ein deutlich stärkeres Aggregat sowie eine neue Lichtarchitektur, die es so noch nie in der Markengeschichte gab. Der überarbeitete 4,0-Liter-V8 M1770 Evo mit zwei Turboladern leistet nun 450 kW (612 PS) und 850 Nm Drehmoment — 40 kW (55 PS) und 121 Nm mehr als bisher. Bestellungen in Deutschland sollen Ende 2026 möglich sein, die Auslieferung ist für Anfang 2027 geplant.

Antrieb und Fahrwerk

Der Biturbo-V8 arbeitet mit einem Starter-Generator der zweiten Generation zusammen, der als Mild-Hybrid-Unterstützung die Effizienz des Antriebs verbessert. Kraftstoffverbrauch und CO₂-Werte hat Mercedes-Maybach noch nicht veröffentlicht.

Serienmäßig kommt das Fahrzeug mit Airmatic-Luftfederung. Optional ist das E-Active Body Control-System erhältlich: Es regelt die Dämpfer in Echtzeit und nutzt dabei Cloud-basierte Straßendaten, um die Dämpfung vorausschauend anzupassen — das System soll Wankbewegungen in Kurven sowie Nick- und Hubbewegungen beim Beschleunigen und Bremsen reduzieren. Für den riesigen Luxus-SUV ist das ein relevanter Unterschied im Reisebetrieb.

Neue Lichtsignatur und Interieur

Das markanteste Designmerkmal des Facelifts ist die beleuchtete Front: Der Maybach-Kühlergrill erhält erstmals eine LED-Umrandung, und auch der Maybach-Schriftzug leuchtet neu. Als Option ist zudem ein beleuchteter Mercedes-Stern auf der Motorhaube erhältlich — eine Weltpremiere für die Marke. Serienmäßig rollt der GLS 680 auf 22-Zoll-Leichtmetallfelgen mit 20-Speichen-Design; gegen Aufpreis stehen 23-Zoll-Schmiedefelgen mit einem Kugellager-Mechanismus bereit, der die Nabenabdeckungen beim Fahren dauerhaft aufrecht hält.

Im Innenraum sitzt das MBUX Superscreen mit drei Displays und aktueller Mercedes-Benz-Software. Neu hinzugekommen sind Roségold-Akzente im digitalen Kombiinstrument, beleuchtete Lüftungsdüsen sowie eine verfeinerte Massagefunktion für Vorder- und Rücksitze. Die Burmester-3D-Surround-Anlage mit Dolby-Atmos-Unterstützung wurde auf 15 Lautsprecher und 710 Watt Verstärkerleistung ausgebaut — zwei Lautsprecher und 100 Watt mehr als zuvor.

Preise und Marktstart in DACH

Einen offiziellen Preis nennt Mercedes-Maybach bisher nicht. Als Orientierung: Der Vorgänger GLS 600 stand zuletzt ab rund 168.000 Euro in der Preisliste, der Mercedes-Maybach EQS 680 SUV kostet 200.634 Euro (inkl. 19 % MwSt.). Für den neuen GLS 680 ist — gemessen an der Positionierung im Segment — eine Spanne von 200.000 bis 230.000 Euro plausibel, laut Auto Motor und Sport bleibt der genaue Preis vorerst offen.

Staatliche Förderung spielt bei dieser Fahrzeugklasse keine Rolle: Der Umweltbonus wurde im Dezember 2023 eingestellt, die steuerfreie Zulassung und die 0,25-Prozent-Dienstwagenregel gelten nur für vollelektrische Fahrzeuge bis 70.000 Euro. In Österreich und der Schweiz entfallen ebenfalls Subventionen für Verbrenner dieser Preisklasse.

Im Ultra-Luxus-Segment trifft der Maybach auf Bentley Bentayga (ab rund 200.000 Euro), Range Rover SVAutobiography und Rolls-Royce Cullinan (ab rund 440.000 Euro) — der GLS 680 bleibt damit der vergleichsweise günstigere Einstieg in dieses Segment. In China hat Mercedes-Maybach die Bestellbücher bereits geöffnet, laut MB Passion folgen Europa und die USA Ende Juli 2026.

Максим Тропко
Maksim Tropko
37 jahre (18 jahre am Steuer)