Subaru hat den Produktionsstart des neuen Getaway offiziell verschoben. Der ursprünglich für Herbst 2026 geplante Serienanlauf verzögert sich – einen neuen Termin nennt der Hersteller bislang nicht. Für den europäischen Markt hat die Verschiebung keine Bedeutung: Der Getaway ist ein reines US-Modell und wird in Deutschland, Österreich und der Schweiz weder verkauft noch zugelassen.
Verzögerung hängt mit Toyota zusammen
Der Grund für den verschobenen Start liegt in der engen Verflechtung mit Toyota. Beide Konzerne produzieren den Getaway und den baugleichen Toyota Highlander EV im selben Gemeinschaftswerk im US-Bundesstaat Kentucky. Toyota hatte zuvor ebenfalls eine Verzögerung beim Highlander EV bekanntgegeben – angeblich um mindestens acht Wochen. Subaru folgt demselben Zeitplan. Ob der Getaway noch vor Jahresende vom Band läuft, ist damit offen.
Subaru Getaway: Der dreireihe Elektro-SUV ist ausschließlich für den nordamerikanischen Markt geplant.
Was der Getaway bietet – und was er nicht hat
Technisch ist der Getaway das bisher größte Elektrofahrzeug von Subaru: zwei Elektromotoren, Allradantrieb als Standard, kombiniert 309 kW (420 PS). Die große Akkuvariante fasst 95,8 kWh und soll nach US-amerikanischer EPA-Norm rund 483 km Reichweite ermöglichen – ein WLTP-Wert existiert nicht, da keine EU-Zulassung geplant ist. Eine kleinere Variante mit 77 kWh ergänzt das Angebot, ebenfalls mit Allradantrieb.
Geladen wird über NACS (den in Nordamerika verbreiteten Ladestandard von Tesla), mit bis zu 150 kW Gleichstromleistung. Eine Ladung von 10 auf 80 Prozent soll rund 30 Minuten dauern. In Europa gilt der CCS2-Standard – eine entsprechende Variante ist nicht vorgesehen. Die Bodenfreiheit beträgt 211 mm, die Anhängelast liegt bei 1.588 kg.
Subaru Getaway mit 95,8-kWh-Akku und NACS-Ladeanschluss – eine EU-Variante mit CCS2 ist nicht vorgesehen.
Solterra bleibt das einzige Subaru-Elektroauto für DACH
Wer in Deutschland, Österreich oder der Schweiz einen Subaru mit Elektroantrieb sucht, hat derzeit nur eine Wahl: den Solterra. Das Modell entstand in enger Kooperation mit Toyota und ist technisch weitgehend identisch mit dem Toyota bZ4X. Er lädt über CCS2, den europäischen Ladestecker-Standard, und ist in allen drei Ländern bei autorisierten Händlern erhältlich.
Subaru hat bislang keine Pläne kommuniziert, den Getaway oder weitere US-Modelle auf den europäischen Markt zu bringen. Die Produktionsverzögerung in Kentucky bleibt damit eine Nachricht für nordamerikanische Käufer – europäische Lieferketten oder DACH-Händler sind nicht betroffen.