Volvo will bis 2030 freihändiges Fahren von Start bis Ziel über die gesamte Modellpalette ermöglichen. Beim neuen Level-2++-System verzichten die Schweden vorerst auf Lidar.

(Foto: Volvo)

Volvo will bis Ende des Jahrzehnts automatisiertes Fahren von Start bis Ziel ermöglichen. Dafür setzt der Hersteller auf die Nvidia-Hyperion-Plattform. Die Technik soll in kommende Modellgenerationen einziehen, die bis Ende 2030 erwartet werden.

Volvo bezeichnet das System als Level 2++. Diese Stufe kennt die offizielle SAE-Skala nicht. Die Software soll komplexe innerstädtische Situationen bewältigen, darunter Ampeln, Stoppschilder und ungeschützte Linksabbiegemanöver. Das langfristige Ziel bleibt ein „Eyes-off, Mind-off“-Modus; einen Zeitplan dafür gibt es bislang nicht.

Verzicht auf Lidar zum Start

Zum Start kommt die neue Architektur ohne Lidar-Sensoren aus. Die Nvidia-Plattform kann Lidar später unterstützen, falls sich Volvo dafür entscheidet. Zuletzt musste der Hersteller seine Sensorpläne anpassen: Nach der Insolvenz des Zulieferers Luminar strich das Unternehmen den vorgesehenen Lidar-Einsatz bei mehreren Modellen. Auch das frühere Projekt „Ride Pilot“ für autonomes Fahren nach Level 3 liegt in den USA praktisch auf Eis, nachdem die behördliche Zulassung dort scheiterte.

Konkurrenz drückt aufs Tempo

Mit dem Zeithorizont 2030 ist Volvo später dran als manche Wettbewerber. Mercedes-Benz setzt für erweiterte Point-to-Point-Funktionen im CLA ebenfalls auf Nvidia-Software und startet den Serieneinsatz in den USA schon 2026. Rivian bereitet den breiten Start seines freihändigen Point-to-Point-Assistenten für 2027 vor.

Die neue Fahrfunktion soll in der gesamten Modellpalette verfügbar werden; welches Modell sie zuerst bekommt, hat Volvo nicht genannt.

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Autonews Redaktion
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