Honda hat angekündigt, die Produktion von Wasserstoff-Brennstoffzellen im Werk Fuel Cell System Manufacturing in Brownstown, Michigan, bis Ende 2026 einzustellen. Die Anlage war ein gemeinsames Projekt mit General Motors und war nur zwei Jahre in Betrieb — die Serienproduktion startete im Januar 2024.
Die Entscheidung von Honda war eine logische Fortsetzung der Änderungen seitens GM. Im Herbst letzten Jahres gab der amerikanische Automobilkonzern bekannt, dass er die Entwicklung von Brennstoffzellen der neuen Generation für die Marke Hydrotec einstellt, nachdem er erkannt hatte, dass der Weg zu einem nachhaltigen Geschäft in diesem Bereich «lang und ungewiss» ist. Die Probleme bleiben Jahr für Jahr unverändert: Die hohen Kosten der Technologien und die äußerst schwache Infrastruktur.
Zum Kontext: In den USA gibt es heute mehr als 250.000 Level-2+-Ladestationen für Elektrofahrzeuge, während es nur 61 Wasserstofftankstellen gibt. Unter diesen Bedingungen bleibt der kommerzielle Erfolg von wasserstoffbetriebenen Pkw fraglich.
Honda CR-V eFCEV
Honda gibt keine Details zu den Verhandlungen mit GM bekannt, bestätigt jedoch, dass die Parteien vereinbart haben, die Produktion von Brennstoffzellen im gemeinsamen Werk vollständig einzustellen. In das Projekt wurden etwa 85 Millionen Dollar investiert, und seine Schließung macht die Zukunft des Honda CR-V e:FCEV faktisch zunichte.
Dieser Crossover kam 2024 auf den Markt und ist in Kalifornien als Leasingfahrzeug erhältlich. Er ist mit einem Elektromotor an der Vorderachse, einer Batterie mit einer Kapazität von 17,7 kWh und einem Wasserstofftank mit einem Fassungsvermögen von 9,5 Pfund (4,3 kg) ausgestattet. Die Gesamtleistung des Systems beträgt 174 PS (130 kW), und die Reichweite nach EPA-Standard beträgt 270 Meilen (435 km).
Gleichzeitig plant Honda nicht, vollständig auf Wasserstoff zu verzichten. Das Unternehmen hat bereits ein neues Generation von Brennstoffzellen in Eigenregie entwickelt und hält diesen Bereich weiterhin für vielversprechend.
Quelle: Honda