Pirelli öffnet den Ersatzmarkt für seine Top-Modelle P Zero R und P Zero Trofeo RS, die bisher vorrangig in der Erstausrüstung für Sportwagen eingesetzt wurden.

Der italienische Reifenhersteller Pirelli stellt seine Hochleistungsmodelle P Zero R und P Zero Trofeo RS ab sofort auch für den Ersatzmarkt (Aftermarket) zur Verfügung. Bisher waren diese Profile primär als Erstausrüstung für spezifische Sportwagen und Supercars reserviert. Mit diesem Schritt macht das Unternehmen Technologien aus der Zusammenarbeit mit Automobilherstellern einer breiteren Zielgruppe zugänglich.

P Zero R: Vielseitigkeit für sportliche Straßenfahrzeuge

Der P Zero R wurde für leistungsstarke Straßenfahrzeuge sowie sportliche Varianten von Premium-Limousinen und SUVs entwickelt. Im Fokus der Entwicklung stand die Vielseitigkeit. Neue Gummimischungen sollen eine hohe Haftung auf unterschiedlichen Asphaltarten und bei wechselnden Witterungsbedingungen gewährleisten. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Leistung bei Nässe. Zudem wurde das Profildesign optimiert, um das Rollgeräusch zu reduzieren und den Fahrkomfort zu erhöhen.

P Zero Trofeo RS: Semi-Slick mit Straßenzulassung

Im Gegensatz dazu ist der P Zero Trofeo RS als Semi-Slick konzipiert. Er richtet sich an Fahrer, die ihr Fahrzeug auch auf Rennstrecken bewegen. Obwohl der Reifen für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist, liegt seine Priorität auf maximalem Grip und einer konstanten Performance bei sportlicher Fahrweise. Die Konstruktion ermöglicht es, das Leistungsniveau auch über mehrere Runden auf einem Rundkurs stabil zu halten.

Testergebnisse und technische Entwicklung

In einem aktuellen Test der Fachpublikation Tyre Reviews („Performance Summer Tyres 2026“) belegte der P Zero R in der Dimension 235/35 R19 den ersten Gesamtrang. Der Reifen erzielte die besten Werte beim Bremsen auf trockener Fahrbahn und war das schnellste Modell im Nässe-Handling. Die Tester hoben zudem die Fahrzeugkontrolle unter anspruchsvollen Bedingungen hervor.

Die Entwicklung der neuen Dimensionen erfolgte unter Einsatz von Simulatoren im Forschungszentrum in Mailand-Bicocca. Die Fertigung wird durch das robotergestützte MIRS-System in Werken in Italien und den USA durchgeführt. Je nach Anwendung kommen Zusatztechnologien wie Elect (für elektrifizierte Fahrzeuge), RunForward (Notlaufeigenschaften) oder das PNCS zur Geräuschreduktion im Innenraum zum Einsatz.

Tags: reifen
Максим Тропко
Maksim Tropko
36 jahre (18 jahre am Steuer)