Der europäische Automobilmarkt wächst im Februar 2026 moderat, wobei elektrifizierte Antriebe die Nachfrage bestimmen und klassische Verbrenner Marktanteile verlieren.

Die Automobilverkäufe in Europa (EU, EFTA und UK) verzeichneten im Februar 2026 ein leichtes Plus von 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Mit insgesamt 979.321 Neuzulassungen setzt sich der Erholungstrend nach einem verhaltenen Jahresbeginn fort. Die Daten des Herstellerverbandes ACEA zeigen dabei eine uneinheitliche Entwicklung in den großen europäischen Märkten.

Entwicklung in den Kernmärkten

Während Italien mit einem Zuwachs von 14 Prozent das stärkste Wachstum unter den großen Automobilnationen verbuchte, zeigten sich auch Deutschland und Spanien mit Zuwächsen von 3,8 Prozent beziehungsweise 7,5 Prozent stabil. Im Gegensatz dazu musste der französische Markt einen deutlichen Rückgang der Neuzulassungen um 14,7 Prozent hinnehmen.

Elektrifizierte Antriebe gewinnen Marktanteile

Hybride Motorisierungen (Mild- und Vollhybride) festigten ihre Position als meistgefragte Antriebsart in Europa. Im Februar 2026 wurden 375.862 Einheiten zugelassen, was einem Plus von 10,4 Prozent entspricht. Reine Elektroautos (BEV) verzeichneten einen Zuwachs von 15,8 Prozent auf 190.683 Fahrzeuge. Den stärksten prozentualen Anstieg meldeten Plug-in-Hybride (PHEV) mit einem Zuwachs von 33 Prozent auf 96.252 Einheiten.

Klassische Verbrennungsmotoren verloren hingegen weiter an Relevanz. Die Zulassungen von Benzinern sanken um 17 Prozent auf 224.754 Fahrzeuge. Dieselmodelle verzeichneten einen Rückgang von 13,5 Prozent und kamen auf 73.451 Neuzulassungen.

Hersteller im Überblick

Die Volkswagen Group behauptete ihre Marktführerschaft mit einem Marktanteil von 26,6 Prozent. Trotz eines Rückgangs der Kernmarke Volkswagen um 3,5 Prozent konnte der Konzern insgesamt um 2,6 Prozent zulegen, getrieben durch ein starkes Ergebnis von Skoda (+19,2 Prozent). Stellantis belegt mit einem Marktanteil von 18,3 Prozent den zweiten Rang und steigerte die Verkäufe um 9,8 Prozent auf 158.341 Einheiten. Besonders die Marke Fiat stach hier mit einem Plus von 52,7 Prozent hervor.

Die Renault Group belegte den dritten Platz, verzeichnete jedoch ein Minus von 15,5 Prozent. Bei den spezialisierten Elektrofahrzeugherstellern konnte Tesla ein Wachstum von 29,1 Prozent auf 13.740 Einheiten erzielen, während der chinesische Hersteller BYD seine Zulassungen um 185,3 Prozent auf 15.438 Fahrzeuge steigerte.

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Максим Тропко
Maksim Tropko
36 jahre (18 jahre am Steuer)