Gestiegene Zölle reduzierten die EBIT-Marge von BMW im Jahr 2025 um 1,5 Prozentpunkte, was laut Analysten einer Summe von etwa 1,4 Milliarden Euro entspricht.

Der BMW-Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2025 erhebliche finanzielle Belastungen durch internationale Handelszölle. Analystenschätzungen zufolge belaufen sich die Kosten auf rund 1,4 Milliarden Euro.

Auswirkungen auf die EBIT-Marge

Im Geschäftsbericht für das Jahr 2025 gibt BMW an, dass gestiegene Zölle die EBIT-Marge im Segment Automobile um etwa 1,5 Prozentpunkte reduziert haben. Während der Automobilhersteller selbst keine absolute Summe nennt, ordnen Marktanalysten diesen Wert ein. Philippe Houchois, Analyst bei Jefferies, beziffert den finanziellen Effekt gegenüber Automotive News auf rund 1,4 Milliarden Euro für das abgelaufene Jahr.

Hintergründe der Handelsbeschränkungen

Die Belastungen resultieren sowohl aus US-Zöllen als auch aus EU-Antisubventionszöllen. BMW hatte ursprünglich mit einer Senkung der EU-Einfuhrzölle für Fahrzeuge und Teile von 10 % auf 0 % gerechnet, die jedoch im Jahr 2025 nicht realisiert wurde. Der Konzern geht in seinem Bericht davon aus, dass diese Reduzierung sowie weitere Zollsenkungen für Importe aus Mexiko und Kanada in die USA in der zweiten Jahreshälfte 2026 in Kraft treten könnten. Für das laufende Jahr 2026 prognostiziert Houchois eine verbleibende Belastung von etwa 1,2 Milliarden Euro für BMW.

Vergleich innerhalb der Automobilindustrie

BMW ist nicht der einzige Hersteller, der von der globalen Handelspolitik betroffen ist. Volkswagen bezifferte die Zollkosten für 2025 auf insgesamt 2,9 Milliarden Euro, wovon 1,2 Milliarden Euro auf die Tochtermarke Audi entfielen. Stellantis verzeichnete 2025 Kosten von 1,2 Milliarden Euro und erwartet für 2026 einen Anstieg auf 1,6 Milliarden Euro. Mercedes-Benz hat bislang keine konkreten Zahlen veröffentlicht, warnt jedoch Investoren vor steigenden Kosten im Jahr 2026.

Relevanz des US-Standorts

Die Bedeutung der Handelspolitik für BMW unterstreicht der Status des Werks in Spartanburg. Mit einem Exportwert von 9 Milliarden US-Dollar war BMW im Jahr 2025 wertmäßig der größte Automobilexporteur der USA. Handelshemmnisse zwischen den USA, der EU und weiteren Märkten wirken sich daher unmittelbar auf das Konzernergebnis aus.

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Дмитрий Котов
Dmitro Kotov