Ford Pro stellt mit dem Transit City einen neuen vollelektrischen Transporter vor, der mit LFP-Batterietechnik und hoher Nutzlast die urbane Logistik effizienter gestalten soll.

Ford Pro erweitert sein Portfolio an elektrischen Nutzfahrzeugen um den Transit City. Das neue Modell wurde speziell für die Anforderungen der städtischen Logistik entwickelt und entstand in einer industriellen Kooperation mit der Jiangling Motors Corporation (JMC), an der die Ford Motor Company mit 30 Prozent beteiligt ist. Der Transit City wird ausschließlich mit batterieelektrischem Antrieb angeboten.

Modellvarianten und Ladekapazitäten

Das Fahrzeug wird in drei Konfigurationen auf den Markt kommen, um unterschiedliche Anforderungen im Lieferverkehr abzudecken. Die kompakte Version L1H1 bietet Platz für bis zu drei Europaletten bei einer maximalen Nutzlast von 1.085 kg. Die größere Variante L2H2 verfügt über ein Ladevolumen von 8,5 m³, eine maximale Nutzlast von 1.275 kg und eine Ladelänge von über 3.000 mm. Zusätzlich wird ein Fahrgestell für spezifische Aufbauten angeboten. Zur Serienausstattung gehören im Laderaum bereits widerstandsfähige Verkleidungen und standardisierte Befestigungspunkte.

Antrieb und Batterietechnologie

Der Ford Transit City nutzt eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit einer nutzbaren Kapazität von 56 kWh. Diese Zellchemie wurde aufgrund ihrer Langlebigkeit und Kosteneffizienz gewählt. Die maximale Reichweite beträgt bis zu 254 km. Der Elektromotor leistet 110 kW und treibt die Vorderachse an. Ein One-Pedal-Modus soll den Fahrkomfort im Stop-and-Go-Verkehr optimieren.

Das Laden erfolgt über Wechselstrom (AC) mit 11 kW in etwa 5,2 Stunden (10–100 %). An einer Schnellladestation (DC) mit bis zu 67 kW kann die Batterie in rund 30 Minuten von 10 auf 80 % geladen werden. Laut Hersteller lassen sich in 10 Minuten rund 50 km Reichweite nachladen.

Ausstattung und Wirtschaftlichkeit

Im Innenraum verfügt das Modell über ein digitales Cockpit und einen 12-Zoll-Touchscreen inklusive Apple CarPlay und Android Auto. Die Sicherheitsausstattung umfasst serienmäßig einen Notbremsassistenten, Parksensoren, eine Rückfahrkamera sowie einen adaptiven Tempomaten. Ford gibt an, dass die Wartungskosten durch die einfachere Mechanik um bis zu 40 % niedriger ausfallen als bei vergleichbaren Dieselmodellen. Die Wartungsintervalle sind auf zwei Jahre oder 40.000 km festgesetzt. Die Garantie auf Hochvolt-Komponenten beläuft sich auf acht Jahre oder 160.000 km.

Bestellungen für den neuen Transit City sind ab dem zweiten Quartal 2026 möglich. Die Markteinführung in Europa ist für den Beginn des Jahres 2027 vorgesehen.

Максим Тропко
Maksim Tropko
36 jahre (18 jahre am Steuer)