Tesla hat die Produktion der Baureihen Model S und Model X offiziell eingestellt. Wie Unternehmenschef Elon Musk über die Plattform X bestätigte, ist dieser Schritt Teil einer strategischen Neuausrichtung des Unternehmens. Die bisher für die Fertigung genutzten Bereiche im Werk Fremont, Kalifornien, werden künftig für die Produktion des humanoiden Roboters Optimus umgerüstet. Tesla strebt dort eine Kapazität von einer Million Robotern pro Jahr an.
Verfügbarkeit und Marktdaten
In Deutschland sind die beiden Oberklasse-Modelle bereits nicht mehr konfigurierbar. Der entsprechende Bereich auf der offiziellen Website führt keine Neufahrzeuge mehr auf. In den USA werden lediglich noch vorhandene Bestandsfahrzeuge abverkauft. Zuletzt spielten das Model S und das Model X für das Absatzvolumen eine untergeordnete Rolle. Im ersten Quartal 2026 betrug ihr Anteil an den Gesamtauslieferungen 4,7 Prozent, was trotz eines leichten Anstiegs vor dem angekündigten Produktionsende deutlich hinter den Volumenmodellen Model 3 und Model Y zurückblieb. Die Einstiegspreise lagen zuletzt bei 109.990 Euro für das Model S und 114.900 Euro für das Model X.
Hintergründe zum Produktionsstopp
Das Model S wurde seit 2012 produziert und galt als wesentlicher Faktor für die Etablierung elektrischer Fahrzeuge im Obersegment. Das Model X ergänzte das Portfolio ab 2015 als SUV mit markanten Flügeltüren. Laut Musk erfolgt die Einstellung, um die Transformation von Tesla hin zu einem Spezialisten für autonomes Fahren und Robotik voranzutreiben. Branchenbeobachter führen das Ende auch auf den technologischen Stand der Modelle zurück: In der Preisklasse über 100.000 Euro wird zunehmend die 800-Volt-Ladetechnologie erwartet, über die Tesla in diesen Baureihen nicht verfügt. Die Hauptumsatzträger des Unternehmens bleiben das Model 3 und das Model Y, die im vergangenen Jahr zusammen rund 1,6 Millionen Mal abgesetzt wurden.