BMW präsentiert auf der Beijing Auto Show am 22. April 2026 die überarbeitete Version des vollelektrischen i7. Die wesentliche Neuerung des Facelifts betrifft den Energiespeicher: BMW stellt die Flaggschiff-Limousine auf Batteriezellen der sechsten Generation um. Diese Rundzellen ersetzen die bisher verwendeten prismatischen Zellen.
Zusammenarbeit mit Rimac Technology
Die neuen Batteriepakete sind das Ergebnis einer Kooperation mit dem kroatischen Automobilzulieferer Rimac Technology. Während BMW die grundlegende Modultechnologie beisteuert, unterstützt Rimac bei der Integration der zylindrischen Zellen des Typs 4695 in eine skalierbare Architektur. Die Partnerschaft zwischen der BMW Group und Rimac wurde offiziell im April 2024 verkündet, wobei die gemeinsame Entwicklungsarbeit laut Unternehmensangaben bereits im Jahr 2022 begann. Für Rimac stellt dieser Auftrag einen der bedeutendsten Verträge in der Unternehmensgeschichte dar.
Höhere Energiedichte und schnellere Ladevorgänge
Durch den Wechsel auf die Gen6-Batterietechnologie steigt die Energiedichte um etwa 20 Prozent. Dies ermöglicht potenziell höhere Reichweiten bei gleichbleibendem Bauraum. Zudem soll die Ladeleistung des i7 gesteigert werden. Das bisherige Modell ist auf eine maximale Ladeleistung von 195 kW begrenzt, was einen Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent in rund 34 Minuten ermöglicht. Da das Facelift jedoch weiterhin auf der bestehenden Fahrzeugplattform aufbaut, ist der Einsatz einer 800-Volt-Architektur, wie sie für die „Neue Klasse“ vorgesehen ist, unwahrscheinlich. Dennoch wird eine Verbesserung der Ladekurve in Aussicht gestellt.
Фото: Rimac
Produktion in Kroatien und Deutschland
Die Fertigung der Batterieeinheiten erfolgt auf dem Rimac Campus in der Nähe von Zagreb. Nach der Montage werden die Komponenten in das BMW-Werk Dingolfing geliefert. Dort findet die exklusive Produktion der BMW 7er-Reihe sowie des i7 statt. Es wird davon ausgegangen, dass auch eine künftige Alpina-Version des i7 auf dieselbe Batterietechnologie zurückgreifen wird. Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt und soll künftig auch auf weitere Elektrofahrzeuge der BMW Group ausgeweitet werden.